Posts Tagged ‘Aufruf’

Blockierte Rettungsschiffe: Papst appelliert an Regierungschefs | tagesschau.de

Januar 6, 2019

Noch immer ist keine Lösung für die vor Malta in deutschen Rettungsschiffen festsitzenden 49 Flüchtlinge in Sicht. Nun hat der Papst den europäischen Regierungen ins Gewissen geredet.
— Weiterlesen www.tagesschau.de/ausland/papst-rettungsschiff-101.html

Erhalten per Mail via Fluchtliste: Wachdienst- und Polizeigewalt beenden! Schluss mit der Kriminalisierung von Geflüchteten!

Dezember 19, 2018

*English below*

WACHDIENST- UND POLIZEIGEWALT BEENDEN! SCHLUSS MIT DER KRIMINALISIERUNG
VON GEFLÜCHTETEN!

Erklärung von JUSTIZWATCH zum Polizeieinsatz in Bamberg in der Nacht
zum 11. Dezember 2018

18.12.2018

Auf einen Streit zwischen eritreischen Geflüchteten und Mitarbeitern
des Wachdienstes in der Anker-Einrichtung Oberfranken (AEO) in Bamberg
am 11.12.2018 kurz nach Mitternacht folgte ein großangelegter, brutaler
Polizeieinsatz, an 100 bis 200 Beamt*innen und das SEK beteiligt waren.
Laut Polizeibericht wurden dabei neun Geflüchtete festgenommen. Gegen
vier von ihnen wurden zwischenzeitlich Untersuchungshaftbefehle
erlassen. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind erheblich: sie
ermittelt u.a. wegen versuchten Totschlags und schwerer Brandstiftung.

Polizei und Staatsanwaltschaft stellen die Geflüchteten als extrem
gewalttätig dar: Diese hätten zunächst Wachmänner angegriffen, sich
dann in einem Gebäude verbarrikadiert, eine Wohnung in Brand gesetzt
und Polizeibeamt*innen mit Pflastersteinen beworfen. Die Medien haben
diese Darstellung unhinterfragt übernommen. Kaum ein*e Journalist*in
machte sich die Mühe, vor Ort mit den Betroffenen zu sprechen und die
Angaben der Polizei zu überprüfen.

Spricht man jedoch mit den betroffenen Eritreern, ergibt sich ein ganz
anderes Bild. Sie berichten, dass Mitarbeiter des Wachdienstes sie nach
einem verbalen Streit angegriffen und zusammengeschlagen haben. Dabei
sei es zu schweren Verletzungen gekommen, u.a. zu gebrochenen Zähnen
und einer gebrochenen Rippe. Die Misshandlungen durch das Wachpersonal
seien weitergegangen, als die Polizei schon vor Ort war. Die
eintreffende Polizei habe sich jedoch nicht für die Sichtweise der
Geflüchteten interessiert, sondern diese einfach festgenommen.

Der Vorfall reiht sich ein in eine Geschichte systematischer
Security-Gewalt, die sowohl der Staatsanwaltschaft Bamberg als auch der
AEO-Leitung bekannt ist. Sie wissen, dass Mitarbeiter*innen der Firma
Fair Guards Security und ihrer Subunternehmen im Sommer 2017 ein
sogenanntes „Sonderteam“ gegründet haben. Dieses hat unzählige
Angriffe gegen Geflüchtete, besonders gegen Schwarze Männer, zu
verantworten. Beschwerden von Geflüchteten wegen dieser Übergriffe
gegenüber der Leitung der AEO und von ehemaligen
Sicherheitsdienstmitarbeiter*innen gegenüber der Hauptfirma Fair Guards
blieben bislang weitgehend folgenlos. Stattdessen haben Polizei und
Staatsanwaltschaft in mehreren Fällen die Opfer solcher Übergriffe
kriminalisiert [1].

Was in den meisten Berichten über den Polizeieinsatz in Bamberg
ebenfalls nicht vorkommt: Nach der Festnahme der Eritreer hat die
Polizei in weiteren Gebäuden der AEO eine brutale Razzia durchgeführt.

Beamt*innen zerstörten gewaltsam die Türen unabgeschlossener Wohnungen
und durchsuchten die Zimmer vollkommen unbeteiligter Bewohner*innen. Sie
warfen acht unbeteiligte Geflüchtete aus Nigeria um 4 Uhr morgens aus
ihren Betten, fesselten sie und fuhren sie teilweise halbnackt zur
Polizeistation – unter dem haltlosen Vorwurf, sie hätten bei dem Streit
zwischen den Eritreern und Securities mitgemacht.

Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Polizeiaktion am 11.
Dezember 2018 sowie eine gründliche Untersuchung des gesamten
Beweismaterials im Bamberg-Security-Komplex [2].

Wir fordern, dass die Rolle und Komplizenschaft der Sicherheitsfirma
Fair Guards, der Lagerleitung und der Strafverfolgungsbehörden
untersucht wird.

Wir fordern ein Ende der ständigen Polizeirazzien in Anker-Zentren, die
kein anderes Ziel haben als Geflüchtete als kriminell darzustellen und
sie einzuschüchtern.

Wir fordern eine Berichterstattung, die Geflüchtete zu Wort kommen
lässt.

MEHR INFORMATIONEN:

Justizwatch: Der Bamberg-Security-Komplex [2], Erklärung am 8.5.2018

Justizwatch: Aufruf zur Solidarität mit Aarona K. und Ndiame D. [1] –
ehemalige Bewohner der AEO Bamberg

Aino Korvensyrjä: Organisierte Kriminalität [3] – Warum die
Security-Gewalt in den bayerischen Lagern weitergeht

Hannah Schultes: Gefangen in Bamberg [4] – Misshandlung,
Kriminalisierung, Abschiebung – im Vorzeigelager der CSU werden
Geflüchtete systematisch entrechtet

Testimony of Oumar Bah [5] – ehemaliger Bewohner der AEO Bamberg und
Betroffener von Wachdienstgewalt

KONTAKT: rassismus_justiz@mail36.net

Spendenkonto (für Anwaltskosten für die betroffenen Geflüchteten):

Bayerischer Flüchtlingsrat

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE89 7002 0500 0008 8326 02

BIC: BFSWDE33MUE (München)

Verwendungszweck „Bamberg Securityverfahren“

JUSTIZWATCH. Prozessbeobachtungsgruppe zum Thema Rassismus und Justiz
http://justizwatch.noblogs.org/ [6]

Links:
——
[1]
https://justizwatch.noblogs.org/post/2018/03/21/aufruf-zur-prozessbeobachtung-solidaritaet-gegen-staatliche-legitimation-von-gewalt-gegen-gefluechtete-schluss-mit-der-kriminalisierung-und-verfolgung-von-kumba-und-ndiame/
[2]
https://justizwatch.noblogs.org/post/2018/05/08/der-bamberg-security-komplex-staatliche-kriminalisierung-und-verfolgung-von-gefluechteten/
[3]
http://klon-sabre2.posteo.name/Aino%20Korvensyrjä:%20Organisierte%20Kriminalität%20–%20Warum%20die%20Security-Gewalt%20in%20den%20bayerischen%20Lagern%20weitergeht
[4] https://www.akweb.de/ak_s/ak637/39.htm
[5] https://vimeo.com/268301890
[6] http://justizwatch.noblogs.org/

Stop security guard and police violence! Stop criminalizing refugees!

Statement by Justizwatch on the police raid in the AEO Bamberg (Bavaria,
Germany) on the night of December 11, 2018

18.12.2018

A dispute between Eritrean asylum seekers and security guards in the
AnkER Centre of Upper Franconia (AEO) in Bamberg (Bavaria, Germany) on
December 11, 2018 shortly after midnight was followed by a large-scale,
brutal police raid involving 100 to 200 police officers and the Special
Deployment Commando (SEK). According to the police report, nine asylum
seekers were arrested. Pre-trial detention orders were later issued
against four of them. The accusations by the public prosecutor are
severe: it investigates among other things because of attempted
manslaughter and serious arson.

The police and the public prosecutor’s office describe the asylum
seekers as extremely violent: Allegedly they first attacked guards, then
barricaded themselves in a building, set fire to an apartment and threw
cobblestones at police officers. The media uncritically adopted this
depiction. Hardly any journalist took the trouble to talk to the victims
on the spot and to check the information provided by the police.

However, talking to the affected Eritreans results in a completely
different picture. They report that security guards attacked and
severely beat them after a verbal dispute. This resulted in serious
injuries, including broken teeth and a broken rib. The abuse by the
guards continued even after the police had arrived on site. However, the
police were not interested in the perspective of the asylum seekers, and
simply arrested them.

The incident follows systematic security guard violence in the camp that
is known to both to the Bamberg public prosecutor and the AEO
management. They know that employees of the company Fair Guards and its
subcontractors founded a so-called “special team” in the summer of 2017.
This team has been responsible for countless attacks against asylum
seekers, especially Black men. Complaints by asylum seekers concerning
these attacks to the AEO management and by former security employees
against the main company Fair Guards have so far remained largely
without consequences. Instead, the police and the prosecutor have
criminalized the victims of such attacks in several cases.

Most reports on the December 11 police raid in Bamberg also do not
mention that after the arrest of the Eritreans, the police carried out a
brutal raid in other AEO buildings. Civil servants violently destroyed
the doors of unlocked apartments and searched the rooms of completely
uninvolved residents. They took eight asylum seekers from Nigeria out of
their beds at 4 a.m., handcuffed them and drove them, some still
half-naked, to the police station – on the unfounded accusation that
they had participated in the dispute between the Eritreans and the
guards.

We demand a complete investigation of the police raid on December 11,
2018 and a thorough examination of all the evidence in the Bamberg
Security Complex.

We demand that the role and complicity of the security company Fair
Guards, the camp management and law enforcement be investigated.

We demand an end to the constant police raids in the AnkER Centres that
have no other purpose than to stage refugees as criminals and to
intimidate them.

We call for journalism that allows refugees to voice their views.
_______________________________________________

Flüchtlingsrat Nds. – Aufruf: Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

August 28, 2018

Es findet eine dramatische politische Verschiebung statt: Rassismus und Menschenverachtung werden gesellschaftsfähig. Was gestern noch undenkbar war und als unsagbar galt, ist kurz darauf Realität. Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt. Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir … weiterlesen Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung!

www.nds-fluerat.org/33961/aktuelles/fuer-eine-offene-und-freie-gesellschaft-solidaritaet-statt-ausgrenzung/

August 7, 2018

Menü
ENGLISH
Demo am 09.08. in Wien: Seebrücke – Schafft sichere Häfen

Donnerstag, 09.08.2018 // 18 Uhr // Wien: Schwedenplatz

SEEBRÜCKE WIEN Demonstration

Öffnet die Häfen – JETZT! Offene und sichere Reisewege für alle!

Nein zur Abschottung Europas!

Solidarität mit allen Flüchtenden, Migrant*innen und Seenotretter*innen!

Ort: Wien, Schwedenplatz

Zeit: Donnerstag, 9.8.2018, 18 Uhr

Kommt in ORANGE – die Farbe der Seenotrettung!

https://seebruecke.org

Weil wir es nicht hinnehmen, dass die Staaten der EU viele tausende von Menschen im Mittelmeer ertrinken und in der Wüste sterben lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen.

Weil wir es nicht hinnehmen, dass sie Häfen für gerettete Menschen sperren, Menschen auf See festsetzen, Rettungsschiffe am Auslaufen hindern und Lebensrettung kriminalisieren.

Weil wir es nicht hinnehmen, dass sie libysche Milizen als Grenzwächter finanzieren, die Menschen ermorden, foltern, vergewaltigen und versklaven.

Weil Europa kein Recht hat, Afrikas Grenzen zu schließen und exterritoriale Lager zu errichten.

Weil wir es nicht hinnehmen, dass rechtsextreme und entmenschlichende Diskurse gegen flüchtende Menschen die politische Praxis der EU-Staaten bestimmen – „ertrinken lassen“ ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Und weil wir es ganz und gar nicht hinnehmen, dass die österreichische Bundesregierung als rassistische Scharfmacherin innerhalb der EU diese Politik der Abschottung auf allen Ebenen vorantreibt…

…werden wir handeln. Hier in Wien wie in vielen Städten in Deutschland und Italien, wo in diesen Tagen Menschen auf die Straße gehen – für offene Häfen, für eine Seebrücke, die flüchtenden Menschen ein sicheres Ankommen ermöglicht. Mit ihnen gemeinsam wollen wir auch in Wien auf die Straße gehen. Wir treffen uns um 18 Uhr am Schwedenplatz und werden dann gemeinsam zum Innenministerium gehen. Tragt orange, macht Lärm und bringt euren Unmut auf die Straße.

Zum Facebook-Event geht es hier.

Protests against right-wing extremist …

Juli 23, 2018

Update+++Saturday, 18 August, 2018, 10:30, Rathaus Spandau: protests against right-wing extremist “Heßmarsch” in Spandau – 2nd call for protest online+++1st assessment by MBR+++resolution of Spandau council assembly

For August 18, yet again, a right-wing extremist demonstration has been registered to take place in the western part of Berlin, from 12:00 to 20:00. The demonstration’s topic is the 31. anniversary of the death of the convicted NS war criminal Rudolf Heß, who had committed suicide while imprisoned in Spandau-Wilhelmstadt on August 17, 1987. Civic counter protests in Spandau are in preparation, for which the support of all Berliners is urgently needed to prevent the establishment of a right-wing extremist tradition of an annual march. Two calls to protest the demonstration have been issued.

Protests

Members of the alliance
The alliance Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin, comprised of churches, trade unions, charities, and further civicorganizations, calls to join their protest under the slogan “Take responsibility for the Past – for our Present and the Future”, as in the past year.

The call states:

We wish to show our support for an honest culture of memory and our responsibility to make sure the atrocities of the dictatorship of National Socialism will not repeat themselves. We are ready to take responsibility for a democratic society!
From 10:30, speeches will be given in front of Rathaus Spandau with the following speakers:

Lala Süsskind, chair of Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus
Bischof Dr. Markus Dröge, Evangelische Kirche
Dr. Hans Hausenbiegl, dean of Dekanats Berlin Spandau
Ayşe Demir, board spokesperson of Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg
Jan Gabriel, president of Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg
After the event, the alliance will join the demonstration of “Spandauer Bündnis gegen Rechts” at Bahnhof Spandau train station, starting at 11:00.

The alliance Spandauer Bündnis gegen Rechts announced a demonstration on August 18 against the right-wing extremist march and calls to join their protest against the glorification of National Socialism. Meeting point is 11:00 at Spandau train station.

So far, the call of the Spandau alliance is supported by the following organizations, further supporters are asked to join:

Spandauer Bündnis gegen Rechts, Spandauer Regionalgruppe VVN/BdA, Berliner VVN-BdA, IG BAU, Bündnis – Aufstehen gegen Rassismus, Stadtteilzentrum Spandau – Sozial-kulturelle Netzwerke Casa e.V., DIE LINKE. Spandau, Bündnis 90/Die Grünen Berlin – Kreisverband Spandau, AgR Offenburg, GRÜNE JUGEND Berlin, SPD Spandau, Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg, Spandauer Mahnwache für Toleranz und ein friedliches Miteinander, Die katholischen Pfarrgemeinden in Spandau, Interventionistische Linke Berlin, Initiative Willkommen in Falkensee – Weiße Rose Gemeinschaft, Linksjugend ‘solid Barnim, MLPD Mitte/Spandau, Cotyar Haci, jugendtheaterwerkstatt spandau e.V., Amnesty International – Gruppe Spandau, Migrations- und Integrationsbeirat Spandau (as of July 19, 2018).

Assessment

Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) has published a first assessment and sheds light on the background of the continuous importance and meaning of the figure of Rudolf Heß within the neo-Nazi scene:

In 2017, 1,200 neo-Nazis and members of right-wing extremist political parties as well as smaller delegations from several European countries gathered in Berlin. A further 250 neo-Nazis “spontaneously” gathered for a simultaneous demonstration in Falkensee (Brandenburg). The main banner of the demonstration in Spandau spelled the final words of Rudolf Heß’ statement in the Nuremberg trials: “Ich bereue nichts.” (“I do not have any regrets.”) (…)

It is still too early for an estimate of the number of participants to be expected in 2018. However, the figure of Rudolf Heß holds a symbolic potential of identification which is not to be underestimated, due to the conspiracy theory of his alleged murder, which continues to circulate in the right-wing extremist scene. The annual memorial march “Rudolf-Heß-Gedenkmarsch” in Wunsiedel, where Heß lay buried until 2011, had a continuous number of several hundred participants since 2001. (…)

The mobilization for this year’s march started as early as April. So far, calls were published via the existing webpage of the organizers. It is likely to reach a nationwide audience. The local chapter of the right-wing extremist political party “Die Rechte” in Wuppertal has already announced to facilitate bus travel to Berlin. It is to be expected that further busses will arrive from other towns and cities. (…)
MBRs conclusion states:

The resumption of the nationwide marches commemorating Heß can be read as the expression of the neo-Nazi scene’s return to its legacy of identification with the glorification of National Socialism. According to MBR, a successful march on August 18 presents the risk of a potential implementation of the tradition of regular large commemorative marches in Berlin.
Resolution

On June 13, 2018, Spandau’s council assembly has issued a resolution entitled “Spandau gegen den Marsch für Kriegsverbrecher Rudolf Heß“. The resolution states:

The council assembly of Spandau condemns the planned march of neo-Nazis for the NS war criminal Rudolf Heß on August 18. The members of the assembly wish to clarify that Spandau cannot become a place of pilgrimage for worshipping Nazis.

All residents of Spandau are encouraged to actively join the peaceful counter protests in support of the democratic civic society.
Broad counter protests can help to prevent the establishment of a new tradition of a right-wing extremist “Heßmarsch”. Any support of all Berliners to oppose the large neo-Nazi gathering is welcome to the civic society of Spandau. The counter protests of the past year constitute a solid basis (Documentation).

We continuously update all information. Find our facebook event here. Use twitter hashtag #b1808 for August 18.

KARAWANE-Festival Aufruf

Februar 18, 2010

Dieser Aufruf der Karawane ist mir wieder über die Fluchtliste zugesandt worden:

An alle BildhauerInnen und InstallationskünstlerInnen –
die sich den Menschenrechten und dem Kampf gegen Rassismus verbunden fühlen

Besonderes Anliegen des KARAWANE-Festivals ist es in Jena etwas Bleibendes – ein Denkmal – zu hinterlassen. Das Denkmal soll der Erinnerung an alle Menschen dienen, die in oder außerhalb Europas Opfer der menschenverachtenden Politik der „Festung Europa“ geworden sind. Das Denkmal soll aber auch den langjährigen Widerstand von Flüchtlingen und MigrantInnen in Deutschland und anderen Ländern Europas würdigen.

Wir richten unseren Aufruf an alle Künstlerinnen und Künstler ihre Wut und Trauer bzw. ihre Solidarität mit den Betroffenen in eine künstlerisch gestalterische Form fließen und zu einem Denkmal werden zu lassen. Setzt ein künstlerisches Statement gegen die immer noch vorherrschenden kolonialen Machtstrukturen und die daraus resultierenden Entwürdigungen und Ungerechtigkeiten!
Das Denkmal sollte eine Skulptur oder eine Installation sein, es kann aber auch ein offenes Konzept sein, z.B. ein Denkmal, das erst während des Festivals in Zusammenarbeit mit den Festivalbesuchern entsteht. In der Wahl des Materials und des Formats seid ihr völlig frei.

Eine kleine Jury aus VertreterInnen der Festivalorganisation wählt eine Arbeit als Denkmal aus, das für oder während des Festivals realisiert werden wird. Mit allen eingegangenen Vorschlägen möchten wir eine Ausstellung auf dem Festival gestalten.

Die Materialkosten für das zu realisierende Denkmal sind gedeckt. Wir können jedoch nicht garantieren, das dem Denkmal nach Festivalende ein fester Platz in Jena zugesprochen wird. Wir werden uns mit allen Mitteln dafür engagieren, ein Alternativplan ist in Arbeit.

Bitte sendet Projektideen, Konzepte, Skizzen und schön wäre auch ein kurzes Statement zu Eurer Person an folgende Adresse:

Kontakt:

Karawanegruppe Bremen und
Karawanegruppe Hamburg 0174-150 84 57
email: free2move@nadir.org

Kontaktadresse:
Galerie Cornelius Hertz
Richard-Wagner-Str.
22 28209 Bremen
Tel: +49-(0)421-34 16 70
Fax: +49-(0)421-34 16 37

P.S.

Von diesem und den anderen auf der Karawanehomepage erwähnten Aufrufen werden noch Übersetzungen benötigt in englisch, französisch, türkisch, spanisch usw. … bitte schnell zurückmelden an die Mobilfunknummer der Karawane Hamburg oder an deren eMail …

Arabisch und farsi sind in Arbeit …

Aufruf von iranischen Exiljournalisten an ausländische Journalisten

Februar 7, 2010

Dieser Brief ist auf Facebook als Event unter http://www.facebook.com/event.php?racdd731e&eid=470885470354&refid=25 (Link funktioniert hoffentlich) zu finden:

Deutsch
—————————————————————————————–
Brief iranischer Journalisten an ausländische Journalisten, die in den Iran eingeladen wurden

Liebe Kollegen Journalisten,

wir schreiben den Kollegen unter Ihnen, die eingeladen wurden, im Februar 2010 nach Iran zu fahren, um über die Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution zu berichten.

Wir sind eine Gruppe iranischer Journalisten, die gezwungen sind, im Exil zu leben. Es gibt überall auf der Welt solche wie uns. Wenn Sie in Teheran ankommen, werden sich 45 iranische Kollegen in iranischen Gefängnissen befinden. Sie werden in diesen Gefängnissen, die, wie Sie wissen, zu den schrecklichsten der Welt zählen, gefoltert werden.

Liebe Kollegen Journalisten,
wir als im Exil lebende oder inhaftierte Journalisten haben einzig das Verbrechen begangen, über die Ereignisse in Iran frei berichten zu wollen – etwas, was in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben ist.

Nach dem Wahlputsch, der im letzten Sommer in Iran stattfand, hat das iranische Regime die Unterdrückung der Pressefreiheit in diesem Jahr verstärkt. Gleichzeitig versucht es, die friedliche Bewegung im Land mit Hilfe ausgeklügelter repressiver Maßnahmen zu beseitigen.

Nachdem die illegitime und betrügerische Regierung mit diesen Versuchen acht Monate lang gescheitert ist, hat sie nun damit begonnen, ein neues Schauspiel zu inszenieren. Uns liegen genaue Informationen darüber vor, dass die durch Wahlputsch an die Macht gelangte Regierung Ahmadinejad mit allen Mitteln und allen ihr zur Verfügung stehenden umfangreichen Ressourcen ihre eigenen Anhänger in Teheran zusammenziehen wird.

Der Plan dahinter ist einerseit, die millionenstarken Anhänger der Grünen Bewegung daran zu hindern, bis zum Schauplatz der Feierlichkeiten am Azadi-Platz in Teheran vorzudringen, wo Mahmoud Ahmadinejad eine Rede halten wird. Andererseits soll dieses Gebiet mit regierungstreuen Demonstranten gefüllt werden.

Liebe Kollegen Journalisten,
die Einladung ausländischer Journalisten zur Berichterstattung über den Jahrestag der Revolution vom 11. Februar 2010 ist ein weiterer Teil des Täuschungsvorhabens der unrechtmäßigen Regierung Ahmadinejad. Wie Sie wissen, hat diese Regierung bis jetzt viele ausländische Journalisten verhaften lassen und ihnen vorgeworfen, Spione zu sein. Gleichzeitig hat sie den meisten internationalen Medien Arbeitsverbot erteilt. Nun benutzt sie über die Einladung ausländischer Journalisten eben diese Medien dafür, der Welt vorzumachen, dass diese Regierung im Volk großen Rückhalt hat.

Die iranische Regierung beabsichtigt, die Journalisten nur in die Nähe der regierungstreuen Demonstrationen zu lassen und ihnen keinen Zutritt zu anderen Schauplätzen zu gewähren.

Liebe Kollegen Journalisten,
wenn Sie in den Iran reisen, tun Sie dies nicht nur als Repräsentanten der freien Welt, sondern auch als als Vertreter Ihrer iranischen Kollegen, die entweder im Gefängnis sitzen oder im Exil außerhalb Irans leben. Ihr Gastgeber wird eine Regierung sein, die freiheitsfeindlich und medienfeindlich eingestellt ist und die die grundlegendsten Menschenrechte verletzt.
Sie werden Straßen betreten, an denen immer noch das Blut der besten und aufgewecktesten Kinder Irans klebt.

Sicher haben Sie den Film gesehen, auf dem zu sehen ist, wie Neda Soltan ermordet wurde. Diese junge Frau ist ein Symbol und eine Repräsentantin all derer, die von der Putschregierung Irans verhaftet, vergewaltigt, gefoltert und ermordet wurden.
Neda und viele andere wie sie wurden auf den Straßen getötet. Aber es gibt noch hunderte andere, die von dieser Regierung in Kellern, Gefängnissen oder an unbekannten Orten vergewaltigt, gefoltert und getötet wurden.

Liebe Kollegen Journalisten,
wir möchten Ihnen die Namen iranischer Journalisten zur Kenntnis geben, die zur Zeit im Gefängnis sind. Die Zusammenstellung beruht auf der von der Organisation “Reporter ohne Grenzen” erstellten Liste. Wir bitten Sie, nach diesen Kollegen zu suchen und sie zu finden. Fragen Sie sie und ihre Gefängniswächter nach dem Grund, warum sie im Gefängnis sitzen.

Liebe Kollegen Journalisten,
Sie fahren in unser Land, das unter einer Diktatur leidet. Lassen Sie sich nicht blenden von den Machenschaften derer, die die Freiheit töten wollen.

Wir möchten Sie auf folgende Punkte hinweisen:
· Die Demonstrationen werden in der Nacht zum 11. Februar beginnen. Die Rufe “Allah-o Akbar”, die durch die nächtlichen iranischen Städte hallen werden, sind Rufe des Protestes und der Beginn eines Marsches von Millionen “grüner” Iraner, die den Aufrufen von Mohammad Khatami, Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi folgen und die Straßen füllen werden.
· Der Hauptmarsch wird in der Enghelab-Straße im Osten Teherans beginnen und sich über den Imam-Hossein-Platz bis zum Azadi-Platz erstrecken, wo er enden wird. Die Pasdaran/Revolutionsgarden (IRGC) haben bereits die Schließung der Zufahrtsstraßen zur Enghelab-Straße geplant und haben vor, hart gegen die Menschen vorzugehen, damit diese nicht auf die Straße kommen. Die Grüne Bewegung wird im Umkreis dieser Route und überall in Teheran zu sehen sein, nicht nur auf den Routen, die für die regierungstreuen Demonstranten vorgesehen sind.

Liebe Kollegen Journalisten,
wie bei anderen, ähnlichen Anlässen wird die Putschregierung versuchen, alle Wege zu kontrollieren, damit die einzigen Menschen, die in die Sichtweite Ihrer Objektive kommen, die Basijis sind, die Ihnen für Ihre Kameras eine Karikatur des iranischen Volkes präsentieren werden.

Sie werden die Protestrufe des iranischen Volkes deutlicher als je zuvor vernehmen können, wenn Sie jenseits der Zäune, Absperrungen und Barrieren nach dem wirklichen iranischen Volk suchen.

Liebe Kollegen Journalisten
Wir sind sicher, dass Sie sich von den blutigen Händen der Putschisten nicht aufhalten lassen werden und dass Sie die Hände des leidenden iranischen Volkes schütteln werden. Sie gehen auf eine historische Reise. Mit unseren Herzen, die sich nach Freiheit sehnen, und Augen voller Tränen verabschieden wir Sie auf diese Reise.

Wir freuen uns auf die Schlagzeile des Monats Februar 2010: “Der Sieg eines Volkes”.

Liebe Kollegen Journalisten
Lassen Sie sich nicht von den Täuschungsversuchen Ihrer Gastgeber narren. Schauen Sie überall hin, wo es sich hinzuschauen lohnt, entlarven Sie das Schauspiel, und hören Sie die wirklichen Rufe des iranischen Volkes. Vermitteln und berichten Sie auf dieser historischen Reise die Unschuld des iranischen Volkes. Dies ist es, was Ihre leidgeprüften Kollegen von Ihnen erwarten.

Nazi Azima,Samnak Aghai, Houshang Asadi, Nooshabeh Amiri,Asieh Amini, Farahmand Alipour,Shabnam Azar,Fariba Amini,Maryam Aghvami,Nima Amini, Massoud Behnoud,Arash Bahmani, Maziar Bahari, Babak Dad ,Farzaneh Bazrpour,Hadi Ebrahimi, ,Pouyan Fakhrai,Farshid Faryabi,Fereshteh Ghazi ,Maryam Ghavami,Saghi Ghahraman,Massoud Ghoraishi, Arash Ghafouri,Manouchehr Honarmand,Linda Hosseininejad,Vahid Jahanzadeh,Nikahang Kowsar Malihe Mohamadi, Javad Montazeri,Roozbeh Mirebrahimi,Mehdi Mohseni, Searajedin Mirdamadi,Hanif Mazroui,Ebrahim Nabavi,Javad Moghimi,Alireza Noorizadeh ,Nahid Pilvar,Shahram Rafizadeh, Bahram Rafizadeh,Saman Rasoolpoor,Khosrow Raesi,Ferydon Shaibani,Mohamad Sefriyan,Beniamin Sadr,Vida Same, Mohamad Tajdolati,Hamed Yousefi…
United For Iran Germany

Weitere Informationen:

E-Mail:
Roozirani@yahoo.com Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Telefon:
Frankreich : Herr Nooshabeh Amiri : 0033-674307842
England: Herr Alireza Vorizade :0044- 7717400500
Kanada : Herr Nikahnag Kosar : 001-6478341348
USA : Herr Omid Memarian : 001-510 6379590
Niederlande: Herr Afshin Ellian :0031- 613316819
Deutschland: Herr Babak Sina :0049-17622622512

Namen von derzeit inhaftierten iranischen Journalisten
· 5 Januar 2010 – Kivan Farzin – Farhangh é ahangh
· 5 Januar 2010 – Behrangh Tonkaboni – Farhangh é ahangh
· 2 Januar 2010 – Mohammad Sadegh Javadihessar – éditorialiste du quotidien suspendu Etemad-e Melli
· 2 Januar 2010 – Mahssa Hekmet – journaliste du quotidien suspendu Etemad-e Melli
· 2 Januar 2010 – Ali Hekmet – membre du Comité de défense de la liberté de la presse
· 2 Januar 2010 – Rozbeh Karimi – Shargh et Kargozaran
· 28 Dezember 2009 – Emadoldin Baghi – journaliste et figure emblématique de la défense des droits de l’homme en Iran
· 28 Dezember 2009 – Abdolreza Tajik – Journaliste au quotidien Farhikhteghan
· 28 Dezember 2009 – Mostafa Izadi – Etemad-e Melli
· 28 Dezember 2009 – Mortaza Kazemian – journaliste de plusieurs journaux réformateurs
· 28 Dezember 2009 – Badrolssadat Mofidi, – secrétaire général de l’Association des journalistes iraniens,
· 28 Dezember 2009 – Kivan Mehrgan, – journaliste du quotidien Etemaad
· 28 Dezember 2009 – Nassrin Vaziri – journaliste de l’agence ILNA
· 28 Dezember 2009 – Mashaallah Shamsolvaezin – porte-parole de l’Association des journalistes iraniens et du Comité de défense de la liberté de la presse
· 27 Dezember 2009 – Reza Al-Bacha – télévision Dubaï TV
· 27 Dezember 2009 – Mohammad Javad Saberi – journaliste
· 20 Dezember 2009 – Mohammad Norizad – Journaliste et directeur du blog (http://mohammadnurizad.blogfa.com/)
· 22 November 2009 – Sasan Aghaei – Journaliste au quotidien Farhikhteghan
· 4 August 2009 – Reza Norbakhsh – rédacteur en chef du quotidien Farhikhteghan
· 31 Juli 2009 – Mehdi Hossinzadeh – Journaliste
· 4 Juli 2009 – Masoud Bastani – rédacteur en chef „Nedat Eslahat“
· 4 Juli 2009 – Issa Saharkhiz – Journaliste
· 26 Juni2009 – Reza Rafiee Foroshani – Journaliste freelance
· 20 Juni2009 – Bahaman Ahamadi Amoee
· 17 Juni2009 – Saide Lylaz – Sarmayeh
· 16 Juni2009 – Mohsein Azmodeh – journaliste de l’agence Mehr
· 14 Juni2009 – Ahmad Zeydabadi
· 14 Juni2009 – Omid Salimi – Photoreporter
· 13 Juni2009 – Kivan Samimi Behbani
· 26 April 2009 – Sajad Khaksari – Galam Moalem
· 18 November 2008 – Bahman Totonchi – Karfto
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· 11 Februar 2010 – nooshin jafari- etemad
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