Februar 23, 2018

Pressemitteilung
21.02.2018
Bis an die Grenzen des Rechtsstaats und darüber hinaus

Rechtswidriger Abschiebeversuch einer serbischen Familie – In Baden-Württemberg dreht die Abschiebungsmaschinerie völlig durch

Am frühen Mittwochmorgen (21.2.) kam es in Nagold im Landkreis Calw zu einer versuchten Abschiebung einer serbischen Familie mit zwei Kindern im Alter von acht und zehn Jahren. Dieser Abschiebungsversuch war nach Einschätzung des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg und des Anwalts der Familie rechtswidrig und fügt sich ein in eine Reihe besonders rücksichtsloser Maßnahmen gegen gut integrierte Menschen aus den Ländern des westlichen Balkans, die seit Jahren mit Duldung in Deutschland leben.

Der Vater der Familie, Sasa J., ist erst kürzlich nach zwei Jahren aus der stationären psychiatrischen Behandlung entlassen worden. Er leidet an schweren Depressionen und hat mehrere Suizidversuche unternommen. Aus diesem Grund hat die Familie eine Duldung. Die in regelmäßigen Abständen angeforderten gesundheitlichen Atteste wurden bis jetzt vom Regierungspräsidium Karlsruhe akzeptiert.

Am vergangenen Freitag hatte die Mutter der Familie, Danijela I. einen Termin bei der lokalen Ausländerbehörde, um ihre neue Duldung abzuholen. Dabei wurde ihr eine Duldung mit dem Vermerk „erlischt bei Bekanntgabe des Abschiebungstermins“ ausgehändigt. Auf ihre Nachfrage, warum man das macht, sagte man ihr lediglich „sie werden jetzt abgeschoben“.

Der Familie wurde bis dato keine Entscheidung über einen Anfang des Jahres gestellten Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis mitgeteilt. Ebensowenig wurde mitgeteilt, dass das Regierungspräsidium das seit langem bestehende gesundheitsbedingte Abschiebungshindernis nicht mehr anerkennt. Zudem müssen Personen, die seit mehr als einem Jahr geduldet sind, einen Monat im Voraus informiert werden, wenn sie abgeschoben werden sollen.

Danijela I. gehört der Minderheit der Roma an, hat einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend in Deutschland verbracht und eine Ausbildung zur Sozialpädagogin angefangen, die aber durch eine erzwungene Rückkehr nach Serbien unterbrochen wurde. 2014 kehrte sie mit ihrer Familie nach Deutschland zurück. Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg begleitet ihren Fall seitdem und steht in regelmäßigem Kontakt mit ihr. Trotz der sehr schwierigen persönlichen Umstände hat es Frau I. geschafft, einen Ausbildungsplatz zum Altenpflegerin ab September zu finden. In wenigen Wochen könnte sie eine Ermessensduldung mit Blick auf die bevorstehende Ausbildung erhalten, womit ihr Aufenthalt vorerst gesichert wäre.

Der Flüchtlingsrat weist darauf hin, dass es in den vergangen Wochen eine Häufung ähnlicher Fälle gegeben hat. So hat das Innenministerium entgegen der Empfehlung der Härtefallkommission die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis an die in Stuttgart lebende serbische Familie Stojanovic trotz hervorragender Integrationsleistungen abgelehnt. Ende Januar wurde in Nürtingen eine mazedonische Familie abgeschoben, die seit 25 Jahren in Deutschland gelebt hatte.

Seán McGinley, Geschäftsführer des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg, sagt hierzu:

„Offenbar möchte das Land Baden-Württemberg die mehrmals im Monat stattfindenden Sammelabschiebungsflüge in die Balkanstaaten trotz deutlich zurückgegangener Zuzugszahlen aus diesen Ländern auf Biegen und Brechen vollbekommen. Gleichzeitig ist die öffentliche Debatte über Abschiebungen völlig aus dem Ruder gelaufen, befeuert von falschen Zahlen, Gerüchten und abstrusen Verschwörungstheorien über ‚Gefälligkeitsatteste‘ und ‚Vollzugsdefizit‘. Es gilt scheinbar nur noch die Maxime: ‚je mehr Abschiebungen, umso besser‘. Selbst der Umstand, dass es weniger Menschen gibt, die man theoretisch abschieben könnte, wird nicht als Grund akzeptiert, um weniger Menschen abzuschieben. Gerade aus den jüngsten Fällen drängt sich der Eindruck auf, es herrsche eine Art ‚Torschlusspanik‘, mit verstärkten Bemühungen, Menschen abzuschieben, die kurz vor einer Verfestigung ihres Aufenthalts stehen.

Dieser wahnhafte Kreuzzug gegen die Fata Morgana des ‚Vollzugsdefizits‘ geht bis an die Grenzen des Rechtsstaats und darüber hinaus. So weit, dass eine Familie mit zwei kleinen Kindern und einem schwerkranken, suizidgefährdeten Vater morgens um halb fünf die Tür eingetreten bekommt von Polizist*innen, die eine rechtswidrige Abschiebung durchführen wollen. Das ist die Realität im einzigen Bundesland mit grün-geführter Regierung und einem Innenminister, der in diesem Zusammenhang von ‚Herz und Härte‘ spricht. Das Herz ist ihm lange abhanden gekommen, sofern es überhaupt jemals vorhanden war. Wir rufen die Landesregierung dazu auf, die regelmäßigen Sammelabschiebungen in die Westbalkanstaaten umgehend einzustellen und aufzuhören, das Leben von Menschen zu zerstören, die seit vielen Jahren bei uns leben und zu unserer Gesellschaft gehören. Wir rufen die zuständigen Behörden auf, der Familie von Herrn J. und Frau I. die beantragte Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 Aufenthaltsgesetz zu erteilen und in ähnlich gelagerten Fällen von langjährig Geduldeten aus den Westbalkanstaaten die existierenden Bleiberechtsregelungen anzuwenden.“

Pressekontakt: Seán McGinley Tel: 0151 65 79 76 28 (nur für Rückfragen, bitte nicht veröffentlichen)
Frau I. Ist gerne bereit, mit interessierten Journalist*innen über ihren Fall zu sprechen. Eine Kontaktaufnahme kann über den Flüchtlingsrat erfolgen.

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Search Results for “Luxemburg” – OPlatz — Berlin Refugee Movement

Februar 20, 2018

Search Results for “Luxemburg” – OPlatz — Berlin Refugee Movement
— Read on oplatz.net/

Erhalten per Mail via refugeeresistanceberlin / freedomnotfrontex

Dienstag, 27. Februar um 15 Uhr, Appelationsgerichtshof Luxemburg, Gebäude des Obersten Gerichtshof, Plateu du Saint Esprit, Sitzungsraum CR.0.19

Fast vier Jahre nach dem europaweiten March for Freedom, welcher anlässlich der Europawahlen 2014 gegen die mörderischen Asyl- und Migrationspolitiken der EU organisiert wurde, sind immer noch 4 Aktivist*innen in Luxemburg-Stadt auf der Anklagebank.

Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxemburg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister*innen zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“ Am besagten Tag hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache bei der Innenministerkonferenz gebeten. Daraufhin kam es zu einem massiven Polizeieinsatz mit Reizgas, Schlagstöcken und Hunden ohne Maulkorb. Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Verhaftete wurden auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt.

Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land. Auf Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhafteten wenige Stunden später entlassen. Luxemburger Jurist*innen kritisierten in der Presse den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz.

Beim selbstorganisierten March for Freedom liefen ca. 100 Aktivst*innen – mit und ohne Aufenthalt – von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel und forderten ein Recht auf Bewegungungsfreiheit für alle. Sie überquerten gemeinsam als Akt des zivilen Ungehorsam sechs EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten, sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, bei dem mehr als 1000 Menschen europaweit für gemeinsame direkte Aktionen zusammen kamen.

Activists carry a banner during the final day of the March for Freedom of migrants, Brussels, Belgium, June 20, 2014.

2016 und 2017 – also 2 1/2 Jahre nach der Aktion und kurz vor Ende (!) der Verjährungsfrist– wurden sechs der Verhafteten in Luxemburg vorgeladen. Ihnen wird gemeinschaftlich Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (bewaffnete Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand. Dabei wurden vier Aktivist*innen aufgrund der Anklage wegen “bewaffneter und geplanter Rebellion” pauschal zu sechs Monaten Haft auf Bewährung, 1000,- EUR Strafe und insgesamt 4500,- EUR Entschädigungszahlung an die Polizei verurteilt. Drei der Aktivist*innen, gegen die sich das Urteil richtet, leben in Berlin und sind immer noch aktiv in antirassistischen Zusammenhängen. Die Anwält*innen der Angeklagten haben Einspruch eingelegt.

Der Prozess in Luxemburg ist ein regelrechter Schauprozess! Die von luxemburgischen Medien und Politik für die Gewalteskalation scharf kritisierten Sicherheitsbehörden wollen sich nun wieder reinwaschen – denn trotz der schwachen Beweislage sind die Anklagen sehr massiv. Die Prozess findet auch im Kontext immer härter werdender Repression gegen (politisch aktive) Menschen mit Migrations-, Flucht oder Diasporageschichte sowie antirassistische Bewegungen insgesamt statt.

So sitzt Ahmed H. , der im Sommer 2015 in Ungarn bei Geflüchtetenprotesten im Rahmen der Fluchtbewegungen durch den Balkan festgenommen wurde, immer noch im Knast mit der Forderung nach 10 (!!) Jahren Haft, weil er für den „Rädelsführer“ der vermeidlichen Gewaltausbrüche gegen die ungarische Polizei gehalten wird. An beiden Verfahren ist klar zu sehen, dass jeglicher Protest gegen die Festung Europa, gegen den europaweiten Rechtsruck, und die Miliatrisierung der Grenz-, Asyl und Migrationspolitiken mit diesen Schauprozessen abgeschreckt und unterdrückt werden soll. Der Asylantrag von einem der Angeklagten aus Berlin wurde vor einigen Monaten abgelehnt und er fürchtet nun weitere Konsequenzen aufgrund des Strafverfahrens in Luxemburg und seiner politischen Aktivitäten in Deutschland.

Wir wollen die Repression und Zerschlagung unserer Kämpfe nicht einfach so hinnehmen und rufen euch dazu auf, solidarisch mit den Aktivist*innen des March for Freedom zu sein und zum Prozess nach Luxemburg zu kommen!

Wir rufen auch zum Spenden für Fahrt- und Anwaltskosten auf! Wir brauchen 14,000€! Unsere Solidarität und kritische Öffentlichkeit gegen ihre rassistische und faschistische Repression!

Spendenkonto:

“Protest March For Freedom”, Volksbank Fürstenwalde IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77 , BIC: GENODEF1FW1

kontakt: media@oplatz.net

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tags: aufruf, donation, luxe

***Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan | 20.02.2017, 17

Februar 15, 2018

Uhr | Gänseliesel, Göttingen***

Noch vor zwei Jahren war es gesellschaftlicher und politischer
Konsens, dass Abschiebungen nach Afghanistan, einem Land in dem seit
Jahrzehnten Krieg herrscht, unmenschlich und unmöglich sind.

Seit einem Jahr schiebt die Bundesregierung nach Afghanistan ab.

Bisher gab es 8 Sammelabschiebungen nach Afghanistan, geplant sind
einige weitere. Die EU will bis zu 80.000(!) afghanische Geflüchtete
abschieben. Zwar konnten bisher nur ca. 100 Menschen, die vormals aus
Afghanistan geflohen waren, abgeschoben werden. Dennoch waren diese
Signale der Unmenschlichkeit überall zu hören und lösen allerseits
Angst und Wut aus.

Afghanistan-Abschiebungen sind zwar hervorstechende Beispiele für die
Brutalität der deutschen Asylpolitik, aber leider lange nicht die
einzigen.
Auch in Staaten des ehemaligen Jugoslawiens werden regelmäßig
Geflüchtete, insbesondere Rom*nja, rigoros und rücksichtslos in elende
Zustände abgeschoben. Weitere Sammelabschiebeflieger gehen stetig nach
Pakistan, Nigeria, Ghana und Gambia.

Die rassistische Abschiebepraxis Deutschlands war und bleibt
unmenschlich.
Nach dem „Sommer der Migration 2015“ haben wir es neben täglichen
rassistische Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte mit einer immer
repressiver werdenden Abschreckungs-Politik gegen Geflüchtete zu tun.
Teil davon sind massive Verschärfungen der Asylgesetze in Deutschland
und anderen EU-Ländern.
Weiterhin sollen nach den Plänen von CDU und SPD bundesweit Aufnahme-,
Entscheidungs- und Abschiebeeinrichtungen aufgebaut werden – ähnlich
dem schon bestehenden Vorbild aus Bamberg. Die Bundesregierung schafft
damit Knast-artige Zonen der Isolierung und Abschiebung.

Die europäische Abschottungspolitik erreichte durch Deals mit den
diktatorischen Regimen von Türkei, Afghanistan, Pakistan, Sudan und
Eritrea einen neuen Höhepunkt. Diese Regime sind die neuen
Türsteherinnen der EU. Sie sorgen schon vor den Zäunen der Festung
Europa dafür, dass Menschen das europäische Festland kaum erreichen
können.

Deutschland schafft Fluchtursachen.

Von der deutschen Abschiebepolitik sind diejenigen betroffen, die
zuvor durch Kriege und Ausbeutung in die Flucht gezwungen wurden.
Deutsche Waffenlieferungen in alle Welt, die verstärkte Beteiligung an
Interventionskriegen sowie eine Wirtschaftspolitik, die dazu beiträgt,
dass die Lebensgrundlagen vieler Menschen zerstört werden, sind
vielfach die Ursachen von Flucht. Auch deswegen ist die Flucht von
Menschen nach Deutschland allzu berechtigt.

Anlässlich der monatlichen Sammelabschiebungen nach Afghanistan
protestieren bundesweit immer wieder viele Menschen auf Flughäfen und
vor Ministerien, in Innenstädten und vor Parteibüros.

Sorgen wir dafür, dass der Protest gegen diese Politik der
kalkulierten Grausamkeit nicht zurück geht! Sorgen wir dafür, dass die
Strategie der Gewöhnung an das Gräuel nicht aufgeht: Wir wollen uns
nicht an Unmenschlichkeit und Grausamkeit gewöhnen. Für uns ist
Unrecht nicht duldsam – es bleibt Anlass für Protest und Widerstand!

Wir rufen euch dazu auf, *am 20.02. um 17 Uhr zum Gänseliesel* zu
kommen und mit uns gegen die deutsche Abschiebepolitik auf die Straße
zu gehen.

Gegen Abschiebungen nach Afghanistan! Gegen alle Abschiebungen – egal
wohin!

Unterstützt und verbreitet diesen Aufruf!

Solidarität ist unsere Waffe!

Für ein Bleiberecht für alle!

Bündnis gegen Abschiebung

Februar 15, 2018

Mit Urteil vom 29.01.2018 (Az.: 10 LB 82/17) hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht entschieden, dass Personen, denen in Bulgarien internationaler Schutz zuerkannt wurde (Flüchtlingsanerkennung oder subsidiärer Schutz) derzeit nicht nach Bulgarien abgeschoben werden dürfen. In der Vergangenheit hatten niedersächsische Ausländerbehörden trotz fehlender menschenwürdiger Existenzmöglichkeiten Personen nach Bulgarien abgeschoben und dabei mitunter sogar Familientrennungen in Kauf genommen.
Nach Auffassung des OVG verhalte sich der bulgarische Staat gegenüber (anerkannten) Asylbewerbern, die vollständig von staatlicher Unterstützung abhängig sind, gleichgültig. Dies führe dazu, dass die Betroffenen sich in einer gravierenden Notsituation befänden. In dieser Notsituation drohe ihnen mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit die Gefahr, einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung im Sinne des Art. 3 EMRK unterworfen zu werden.
Das Gericht stützt seine Entscheidung im Wesentlich auf drei Aspekte:
1. Anerkannten Schutzberechtigten drohe mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit in Bulgarien Obdachlosigkeit, weil sie in der Regel faktisch keinen Zugang zu Wohnraum hätten.
2. Anerkannte Schutzberechtigte hätten zudem große Schwierigkeiten, eine Arbeitsstelle zu erlangen, um die für Wohnraum und den übrigen Lebensbedarf benötigten Mittel zu erwirtschaften.
3. Die erheblichen Probleme bei der Erlangung einer Unterkunft und einer den Lebensbedarf deckenden Beschäftigung bärgen die Gefahr der Verelendung, da auch kein Zugang zu Sozialhilfe bestehe.
Das OVG hat im Rahmen des Verfahrens eine Stellungnahme der Rechtsanwältin Dr. Valeria Ilareva, Sofia sowie eine Stellungnahme des Auswärtigen Amtes zur Situation anerkannter Schutzberechtigter in Bulgarien eingeholt.
 
Was können Betroffene und deren Unterstützer_innen nun tun?
Personen, die in Bulgarien als Schutzberechtigte anerkannt wurden, sollten in Anbetracht des OVG-Urteils erwägen, gegen die Abschiebungsandrohung bzw. -anordnung gerichtlich vorzugehen.
Sollten Klage- bzw. Antragsfristen bereits abgelaufen sein, so sollte in Erwägung gezogen werden, einen Asylfolgeantrag zu stellen und bei einer Ablehnung ebenfalls den Klageweg zu beschreiten.
Gleichermaßen sollten Personen vorgehen, für deren Asylverfahren Bulgarien gemäß der Dublin-III-Verordnung zuständig ist.

Landkarte Kinderrechte – Wir machen uns für die Beachtung der Kinderrechte stark.

Februar 15, 2018

http://landkarte-kinderrechte.de/zugang_schule.html

Der Koalitionsvertrag zu Flucht, Migration & Integration: Unsere ausführliche Bewertung – „Berlin hilft!“

Februar 15, 2018

http://berlin-hilft.com/2018/02/12/koalitionsvertrag-flucht-migration-integration-bewertung-berlin-hilft/

Per Mail:

Februar 13, 2018

News from Refugee Struggle for Freedom:

 
Solidarität mit dem Streik in Donauwörth, 12.02.2018

Donauwörth bedeutet für viele Menschen, die dort leben, d.h. leben müssen, Freiheitsberaubung und Ausbeutung.
In Donauwörth, Landkreis Donau-Ries, steht eine Erstaufnahmeeinrichtung (EA). Laut Gesetzt müssen Menschen dort bis zu 2 Jahre ausharren. Sie werden systematisch sämtlichen Freiheiten beraubt, um so eine Ausreise zu erzwingen. Offiziell heißt das dann „Frewillige Rückkehr“.

Tags: 
Dublinsystem
Dublin
Strike
80CentJob
reception Center
Donauwörth
 

News from Refugee Struggle for Freedom:

 
Solidarität mit dem Streik in Donauwörth, 12.02.2018

Donauwörth bedeutet für viele Menschen, die dort leben, d.h. leben müssen, Freiheitsberaubung und Ausbeutung.
In Donauwörth, Landkreis Donau-Ries, steht eine Erstaufnahmeeinrichtung (EA). Laut Gesetzt müssen Menschen dort bis zu 2 Jahre ausharren. Sie werden systematisch sämtlichen Freiheiten beraubt, um so eine Ausreise zu erzwingen. Offiziell heißt das dann „Frewillige Rückkehr“.

Tags: 
Dublinsystem
Dublin
Strike
80CentJob
reception Center
Donauwörth
 

Von: Team Filmcafe

Februar 9, 2018

Gesendet: Freitag, 9. Februar 2018 11:29
Betreff: Refugee Film Cafe vom 16. – 23. Februar – Einladung zur Kooperation 🙂
 
 
Liebe Freund*innen, Kolleg*innen und Kooperationspartner,
wie im letzten Jahr wollen wir parallel zur Berlinale auch 2018 unser Refugee Film Cafe wieder öffnen 🙂
200 m vom Potsdamer Platz entfernt, über einer Unterkunft für Geflüchtete gelegen, sind alle Menschen gleich, egal woher sie kommen, egal wie lange sie in Berlin sind. An diesem einzigartigen Begegnungsort treffen Alt- und Neuberliner mit Besuchern der Berlinale zusammen und tauschen ihre Geschichten aus.
Alle wesentlichen Infos findet ihr unter https://refugeeacademy.de/projekte/refugee-film-cafe/rfc-2018
Die Termine für dieses Jahr sind
Freitag, der 16. bis Freitag, den 23. Februar 2018
mit einem freien Tag am Dienstag, den 20.
 
Präsentationen der Berliner Initiativen

Wie im vergangenen Jahr möchten wir Berliner Projekten, die mit Geflüchteten arbeiten, die Chance geben, sich im Rahmen dieses Jahr dabei zu sein. An jedem Tag können sich bis zu 3 Initiativen präsentieren. Die 3 täglichen Slots sind wie im letzten Jahr auf 13:00, 15:00 und 18:00 Uhr angesetzt. Gerne können Initiativen auch im Rahmen eines ganzen Tags kooperieren.
Die Erfahrung letztes Jahr hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, die Präsentation auf Englisch zu halten.
Hier ist der Link zu einer Googletabelle, in der ihr Eure Zeitwünsche eintragen könnt 🙂  https://docs.google.com/spreadsheets/d/1cdjvSumcudPZivekbWSzHXNCduuCqFyFr1HWn2SHjrA/edit?usp=sharing
Bitte hinterlasst in der Tabelle unbedingt die Mailadresse und Telefonnummer des für diesen Vortrag verantwortlichen Ansprechpartners!!!!

Falls Eure Initiative auch Catering anbietet, besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass ihr das an diesem Tag mit übernehmt. Ihr könnt dazu unsere Küche hier benutzen. Wichtig ist allerdings, dass alle Menschen die bei Euch kochen, auch eine Rote Karte besitzen!!
Unterstützt das Filmcafe – Volunteers und Spenden

Leider ist die Refugee Academy bislang von Förderungen ausgenommen worden. Wer uns in unserer Arbeit unterstützen möchte, hat gerade während des Filmcafes mehrere Möglichkeiten.
Zum einen könnt ihr oder Leute aus Euren Teams bei uns in unserem internationalen Filmcafe-Team als Volunteer mitarbeiten.
Es war letztes Jahr eine wunderbare Atmosphäre und wir hatten passend zur Berlinale Volunteers aus mehr als 15 Ländern und vielen unterschiedlichen Hintergründen 🙂

Kontaktfreudige Volunteers gesucht 🙂

Die Volunteers für dieses Projekt sollten viel Spass am Umgang mit Menschen haben. Denn ihr seid vor allem dafür verantwortlich, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Wir haben unten im Erdgeschoss und im 16. Stock je ein Reception Desk. Die dort eingesetzten Teammitglieder erzählen den internationalen Gästen dann etwas über das Haus und das Filmcafe. Je mehr Sprachen ihr beherrscht, desto besser,aber mit Händen und Füssen und einem breiten Lächeln geht auch vieles . 🙂

Wer nicht so gerne redet und eher im Hintergrund bleiben möchte, kann natürlich auch im Service und in der Küche helfen. Falls ihr noch keine rote Karte haben solltet, könnt ihr diese im Rahmen Eurer ehrenamtlichen Arbeit für unser Projekt kostenfrei erhalten. Normalerweise beträgt die Gebühr 20 €.
Wer als Volunteer mitmachen möchte, schicke bitte eine Mail mit den für Euch besten Zeiten, an denen ihr uns helfen möchtet an Film-cafe@refugeeacademy.de. Wir werden dann alle miteinander koordinieren.

Keine Zeit – wir freuen uns über Spenden 🙂

Nicht jeder Mensch kann uns Zeit schenken, möchte unsere Arbeit aber dennoch unterstützen.
Wie im letzten Jahr könnt ihr natürlich auch für unser Filmcafe spenden.
Die Spenden gehen wieder auf das Konto unseres Partners, dem KREATIVHAUS e.V., die wiederum die Buchhaltung dieses Projektes übernehmen:

KREATIVHAUS e. V.
IBAN: DE23 1002 0500 0003 1277 02
BIC : BFSW DE 33 BER
Bank für Sozialwirtschaft
WICHTIG:  Stichwort „Refugee Film Cafe“ angeben  !!!!!

Bei grösseren Spenden erhaltet ihr eine ordentliche steuerabzugsfähige Spendenquittung, bei Spenden bis 200 € genügt Euer Überweisungsbeleg  🙂
Cheers und auf ein baldiges Wiedersehen 🙂

Im Namen des Film-Cafe Teams Thorsten (TeeKay) Kreissig


Mit freundlichen Grüssen im Namen des gesamten Film-Cafe Teams

Thorsten (TeeKay) Kreissig

Refugee Film Cafe 2018 •
Ein Begegnungsprojekt der Refugee Academy

 
Thorsten (TeeKay) Kreissig • Gründer und Vereinsvorstand
 
+49 172 7944 011 • Refugee Academy e.V.
 
RefugeeAcademy.de • Stresemannstraße 95, 10963 Berlin
 
 

Von: Team Filmcafe
Gesendet: Freitag, 9. Februar 2018 11:29
Betreff: Refugee Film Cafe vom 16. – 23. Februar – Einladung zur Kooperation 🙂
 
 
Liebe Freund*innen, Kolleg*innen und Kooperationspartner,
wie im letzten Jahr wollen wir parallel zur Berlinale auch 2018 unser Refugee Film Cafe wieder öffnen 🙂
200 m vom Potsdamer Platz entfernt, über einer Unterkunft für Geflüchtete gelegen, sind alle Menschen gleich, egal woher sie kommen, egal wie lange sie in Berlin sind. An diesem einzigartigen Begegnungsort treffen Alt- und Neuberliner mit Besuchern der Berlinale zusammen und tauschen ihre Geschichten aus.
Alle wesentlichen Infos findet ihr unter https://refugeeacademy.de/projekte/refugee-film-cafe/rfc-2018
Die Termine für dieses Jahr sind
Freitag, der 16. bis Freitag, den 23. Februar 2018
mit einem freien Tag am Dienstag, den 20.
 
Präsentationen der Berliner Initiativen

Wie im vergangenen Jahr möchten wir Berliner Projekten, die mit Geflüchteten arbeiten, die Chance geben, sich im Rahmen dieses Jahr dabei zu sein. An jedem Tag können sich bis zu 3 Initiativen präsentieren. Die 3 täglichen Slots sind wie im letzten Jahr auf 13:00, 15:00 und 18:00 Uhr angesetzt. Gerne können Initiativen auch im Rahmen eines ganzen Tags kooperieren.
Die Erfahrung letztes Jahr hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, die Präsentation auf Englisch zu halten.
Hier ist der Link zu einer Googletabelle, in der ihr Eure Zeitwünsche eintragen könnt 🙂  https://docs.google.com/spreadsheets/d/1cdjvSumcudPZivekbWSzHXNCduuCqFyFr1HWn2SHjrA/edit?usp=sharing
Bitte hinterlasst in der Tabelle unbedingt die Mailadresse und Telefonnummer des für diesen Vortrag verantwortlichen Ansprechpartners!!!!

Falls Eure Initiative auch Catering anbietet, besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass ihr das an diesem Tag mit übernehmt. Ihr könnt dazu unsere Küche hier benutzen. Wichtig ist allerdings, dass alle Menschen die bei Euch kochen, auch eine Rote Karte besitzen!!
Unterstützt das Filmcafe – Volunteers und Spenden

Leider ist die Refugee Academy bislang von Förderungen ausgenommen worden. Wer uns in unserer Arbeit unterstützen möchte, hat gerade während des Filmcafes mehrere Möglichkeiten.
Zum einen könnt ihr oder Leute aus Euren Teams bei uns in unserem internationalen Filmcafe-Team als Volunteer mitarbeiten.
Es war letztes Jahr eine wunderbare Atmosphäre und wir hatten passend zur Berlinale Volunteers aus mehr als 15 Ländern und vielen unterschiedlichen Hintergründen 🙂

Kontaktfreudige Volunteers gesucht 🙂

Die Volunteers für dieses Projekt sollten viel Spass am Umgang mit Menschen haben. Denn ihr seid vor allem dafür verantwortlich, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Wir haben unten im Erdgeschoss und im 16. Stock je ein Reception Desk. Die dort eingesetzten Teammitglieder erzählen den internationalen Gästen dann etwas über das Haus und das Filmcafe. Je mehr Sprachen ihr beherrscht, desto besser,aber mit Händen und Füssen und einem breiten Lächeln geht auch vieles . 🙂

Wer nicht so gerne redet und eher im Hintergrund bleiben möchte, kann natürlich auch im Service und in der Küche helfen. Falls ihr noch keine rote Karte haben solltet, könnt ihr diese im Rahmen Eurer ehrenamtlichen Arbeit für unser Projekt kostenfrei erhalten. Normalerweise beträgt die Gebühr 20 €.
Wer als Volunteer mitmachen möchte, schicke bitte eine Mail mit den für Euch besten Zeiten, an denen ihr uns helfen möchtet an Film-cafe@refugeeacademy.de. Wir werden dann alle miteinander koordinieren.

Keine Zeit – wir freuen uns über Spenden 🙂

Nicht jeder Mensch kann uns Zeit schenken, möchte unsere Arbeit aber dennoch unterstützen.
Wie im letzten Jahr könnt ihr natürlich auch für unser Filmcafe spenden.
Die Spenden gehen wieder auf das Konto unseres Partners, dem KREATIVHAUS e.V., die wiederum die Buchhaltung dieses Projektes übernehmen:

KREATIVHAUS e. V.
IBAN: DE23 1002 0500 0003 1277 02
BIC : BFSW DE 33 BER
Bank für Sozialwirtschaft
WICHTIG:  Stichwort „Refugee Film Cafe“ angeben  !!!!!

Bei grösseren Spenden erhaltet ihr eine ordentliche steuerabzugsfähige Spendenquittung, bei Spenden bis 200 € genügt Euer Überweisungsbeleg  🙂
Cheers und auf ein baldiges Wiedersehen 🙂

Im Namen des Film-Cafe Teams Thorsten (TeeKay) Kreissig


Mit freundlichen Grüssen im Namen des gesamten Film-Cafe Teams

Thorsten (TeeKay) Kreissig

Refugee Film Cafe 2018 •
Ein Begegnungsprojekt der Refugee Academy

 
Thorsten (TeeKay) Kreissig • Gründer und Vereinsvorstand
 
+49 172 7944 011 • Refugee Academy e.V.
 
RefugeeAcademy.de • Stresemannstraße 95, 10963 Berlin
 
 

Per Mail via Fluchtliste:

Februar 9, 2018

„08. Februar 2018

Rom/Berlin, 8. Februar 2018. In Italien leben etwa 10.000 wohnungslose Flüchtlinge und Migranten unter unmenschlichen Bedingungen am Rande der Gesellschaft. Gleichzeitig berichten viele Geflüchtete von Gewalt durch italienische und französische Grenzpolizisten. Mindestens 20 Menschen starben in den vergangenen beiden Jahren beim Versuch, die nördlichen Grenzen Italiens zu überqueren. Das zeigen zwei von Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag vorgestellte Berichte.
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/italien-gewalt-gegen-fluechtlinge-grenze


Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
Röpkestr. 12
30173 Hannover
Tel.: 0511/98 24 60 30 Mo-Fr: 10.00 bis 12.30, Di+Do: 14.00 bis 16.00
Fax: 0511/98 24 60 31
Mail: nds@nds-fluerat.org
www.nds-fluerat.org
www.facebook.com/Fluechtlingsrat.Niedersachsen

******************************************************************

Per Mail via Fluchtliste:

Februar 9, 2018

„Flüchtlinge aus Syrien, die sich durch ihre Flucht dem Wehrdienst entzogen
haben, haben Anspruch auf Zuerkennung des Flüchtlingsstatus

https://www.justiz.sachsen.de/ovg/download/Medieninformation_4_18.pdf


Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
Röpkestr. 12
30173 Hannover
Tel.: 0511/98 24 60 30 Mo-Fr: 10.00 bis 12.30, Di+Do: 14.00 bis 16.00
Fax: 0511/98 24 60 31
Mail: nds@nds-fluerat.org
www.nds-fluerat.org
www.facebook.com/Fluechtlingsrat.Niedersachsen