Erhalten per Mail via Fluchtliste …

Dezember 5, 2017

„Mit der Bitte um Weiterleitung!

Aktivisteninfo zur Pyramide in Hannover am Rande des AFD Bundesparteitages

Seit mehreren Jahren hat sich eine kreative Aktionsform des zivilen Ungehorsames etabliert.
Im Rahmen von verschiedenen Ereignissen haben sich Demonstranten in pyramidenförmigen Vorrichtungen auf der Straße fixiert.
Dabei handelte es sich zum Beispiel um Demonstrationen gegen Atomenergie/Lagerung und anderen Missständen.
Die kreative Aktionsform wird von breiten Teilen der Bevölkerung unterstützt und ist als Demonstration ausgelegt.

Der Abläufe dieser Aktionen:
Nach erfolgreicher Positionierung der Pyramide wird ein Verriegelungssystem aktiviert; welches
einen Körperteil fixiert. So werden Unterarme, Hände oder Finger in der Vorrichtung verankert.
Die Polizei stufte die Aktionen als Versammlung ein.
Die Folge war dementsprechend und die sich anschließenden polizeilichen Maßnahmen ähnelten sich
1. Mehrmalige Aufforderung zum Verlassen des Bereiches.
2. Eine Technische Einheit wird angefordert und zeigte sich umgehend für die Maßnahmen an der Pyramide verantwortlich.
3.Die Räumung wird durchgeführt. War dieses zeitlich mit verhältnismäßigen Mitteln nicht umsetzbar, wurde die Pyramide an Ort und Stelle belassen.

In Hannover am Rande des AFD Bundesparteitages wurde diese Aktionsform wieder umgesetzt:
Eine Metallpyramide mit einer Fingerarretierung wurde positioniert.
Die Finger wurden in das System gesteckt.

Die folgenden Minuten wichen von dem etablierten Ablauf ab.
Sofort sprangen die Polizisten auf die sitzenden Aktivisten und schlugen mit Fäusten auf sie ein. Auch verdrehten sie die Finger und Arme der fixierten Personen.
Sie ließen nicht ab, die Personen mit Gewalt von der Pyramide zu reißen. Dabei wurde einem, sich nach wie vor am Boden befindlichen, Demonstranten der Unterschenkel gebrochen.

Auch mit aller Brutalität konnte der Finger eines Aktivisten nicht gelöst werden. Die Anderen hatten das Glück, das der elektromotorische Antrieb in der Pyramide vermutlich noch nicht komplett verriegelte. (von außen nicht ersichtlich)

Ein Aktivist schrie permanent, dass sein Bein gebrochen ist. Trotzdem wurde er zum Gehweg geschliffen.
Eine andere Person wurde samt Pyramide an die Bahnböschung verbracht.
Erst ca eine Stunde später konnte der letzte Finger durch einen Mitstreiter mit einer Stromquelle gelöst werden.

Die heute bekannten Folgen:
Zwei offene Knochenbrüche mit mehrstündiger Notoperation, Hämatome, Prellungen, Abschürfungen, Überdehnungen usw.

Der Abtransport:
Nach ca 30 Minuten traf der erste Rettungswagen ein. Da zusätzlich ein Notarzt gerufen werden musste, verzögerte sich die Fahrt ins Krankenhaus um insgesamt eine Stunde.
Die anderen Aktivisten wurden in Gewahrsam genommen und nach Vorführung beim Haftrichter noch am selben Nachmittag entlassen. Der Schwerverletzte befindet sich nach wie vor auf der Intensivstation.

Der Polizeieinsatz ist durch nichts zu rechtfertigen!

Die Aktivisten von der Pyramide Stand: 3.12.2017“

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Ringvorlesung zum Flüchtlingsrecht – Refugee Law Clinic Hannover

Dezember 5, 2017

https://rlc-hannover.de/ringvorlesung

infomobile w2eu – The memories of the dead will not be erased with black paint

Dezember 3, 2017

Copyright: Michalis Bakas
In the night of the 24th of November 2017, by the harbour of Thermi on Lesvos Island, unidentified persons vandalised the memorial that we had erected there in 2013. It carries the names of those who had drowned on their journeys to Europe. Two wooden paddles hold the plaque with the names of the dead and the memorial looks out to the sea, dedicated to those of all ages and backgrounds, whose lives ended at sea.

On the memorial plaque, we thank the fishermen and all others who endangered their own lives when rescuing others, or when retrieving the dead from the water. Written on the plaque are the names of refugees who drowned in this area in 2013, but also of others who were later found all over the beaches of Lesvos.

Gader Turkamni, who was 14 years old and lived in Athens with his family, had returned to Syria to attend a funeral. Unable to legally return to Greece, he was forced to travel in a dinghy.

Fatma Hadjas and her three children Lodgen (3 years), Abdul (6 years) and Ginan (7 years) – her husband and their father lived in Athens and they escaped war to come and live in peace with him.

Ramazan Jomali, who was 19 years old when he died, was awaited by his brother in Greece, who had come from Paris to meet him.

Every year we organise a ceremony in the presence of family members of the dead. In October 2017, we had the ceremony together with the two female survivors of the 24th of April 2017 shipwreck, when 22 people died at sea. Among the dead were their friends and we added their names to the memorial.

Mama Nicole, Chouchou, Gilaine; Sylva; Tedy, Fati, Pider; Peter, Junior

The two women survived after being at sea for 15 hours thanks to the rescuers who would not give up the hope to still find them alive.

Joelle was pregnant in the 8th month and gave birth to small Victoria who was also present at the ceremony.

For us, it remains important to remind ourselves ever year, how these are people who had searched for safety in Europe, and who lost their lives before they arrived.

The fact that the memorial was vandalised with black paint at night makes us both sad and angry. But it also gives us all the more the certainty that we need to continue even more passionately in our struggle to support people who have fled their homes and who, due to a politics of closed borders, have to risk their lives to secure a better future for them and their loved ones.

In the coming days, the names of the dead will be put up again on the memorial – they are a reminder to all of us that we need safe ways for refugees to come to Europe, not deadly paths.

We dream of an Aegean that becomes a sea of peace and we will do what we can to make this dream come true.

We thank all of you, who the last days showed that this memorial belongs to all those who respect human lives, regardless of nationalities, religions, and papers.

w2eu

http://infomobile.w2eu.net/2017/12/03/the-memories-of-the-dead-will-not-be-erased-with-black-paint/#more-4304

Neues Gutachten zu den Mitwirkungspflichten im Ausländerrecht › Flüchtlingsrat Niedersachsen

Dezember 2, 2017

https://www.nds-fluerat.org/26619/aktuelles/neues-gutachten-zu-den-mitwirkungspflichten-im-auslaenderrecht/

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November 30, 2017

Presseerklärung
29. November 2017
Abschiebungen nach Syrien?
PRO ASYL kritisiert Pläne der CDU/CSU-Innenminister als unverantwortlich

Nach Medienberichten fordern die unionsgeführten Bundesländer zur Innenministerkonferenz kommende Woche in Leipzig eine Neubewertung der Lage in Syrien und eine Wiederaufnahme von Abschiebungen. PRO ASYL kritisiert diese Pläne als unverantwortlich. PRO ASYL hält syrische Flüchtlinge unverändert für schutzbedürftig. Eine Gefahr und Verfolgung durch das Regime bei Rückkehr ist nicht auszuschließen, gerade wenn das Regime den Krieg militärisch gewinnen sollte.

Das Assad-Regime ist seit Jahren bekannt für gravierende Menschenrechtsverletzungen, Folter, systematische Inhaftierung und brutalstes Vorgehen gegen Oppositionelle. Es ist abwegig zu glauben, dass nach einem etwaigen Kriegsende in eine Region, in der nahezu alle Regionalmächte und Regime auch weiterhin in Konflikte involviert sind, gefahrenfrei eine Rückkehr möglich wäre. PRO ASYL fordert nachhaltigen Schutz für syrische Flüchtlinge.

PRO ASYL wirft den unionsgeführten Bundesländern vor, aus innenpolitischen Erwägungen in unverantwortlicher Weise über Abschiebungen nachzudenken und die aktuelle Lageeinschätzung des UNHCR aus November 2017 komplett zu ignorieren. Der UNHCR fordert ein Moratorium für Abschiebungen von syrischen Flüchtlingen: »As all parts of Syria are reported to have been affected, directly or indirectly, by one or multiple conflicts, UNHCR calls on states not to forcibly return Syrian nationals and former habitual residents of Syria, including Palestinians previously residing in Syria. UNHCR also considers that it would generally not be appropriate to return nationals or former habitual residents of Syria to neighbouring countries and non-neighbouring countries in the region, unless specific arrangements are in place that guarantee that the individual concerned will be readmitted to the country and can re-avail him/herself of international protection. (…) Depending on the country, the individual concerned may not be readmitted, or such return may not be safe for the individuals concerned, and it may be impossible for their (specific) needs to be met.«

Laut internationalen Presseberichten sind bis zu 3,5 Millionen Zivilisten von militärischen Angriffen und der systematischen Blockadepolitik des Regimes betroffen (The Guardian, »Syria: Shocking images of starving baby reveal impact of food crisis«, 23.10.2017). Knapp 2 Millionen Menschen wurden in Syrien 2017 erneut vertrieben. Ca. die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht. Die UN-Organisation OCHA stellt in ihrem aktuellen Bericht vom 21.11.2017 fest, dass die Notlage der Zivilbevölkerung weiterhin aufgrund des Konflikts erdrückend ist – über 13 Millionen SyrerInnen sind weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen (abrufbar unter http://www.unocha.org/story/syria-2018-humanitarian-needs-overview-millions-people-face-daily-struggle-survive).

Sowohl SyrerInnen, die als GFK-Flüchtlinge anerkannt sind als auch diejenigen, die subsidiären Schutz erhalten, können nicht in Kürze zurück. Selbst nach einem Sieg des Assad-Regimes wären dauerhafter Friede in Syrien und eine sichere Rückkehr weder für GFK-Flüchtlinge noch für subsidiär Geschützte noch lange nicht in Sicht. Der UNHCR führte bereits im Frühjahr 2017 in seinen Herkunftslandinformationen zu Syrien aus (abrufbar unter https://www.ecoi.net/file_upload/1930_1493896269_opendocpdf.pdf, S. 5 f.): »Es wird berichtet, dass für Rückkehrer außerdem das Risiko besteht, inhaftiert zu werden, weil Familienmitglieder von den Behörden gesucht werden, weil sie ihren Militärdienst nicht geleistet haben, weil sie auch einem Gebiet stammen, das sich unter der Kontrolle der Opposition befindet, oder weil sie aufgrund ihrer konservativen Kleidung als religiös wahrgenommen werden. Andere werden, wie berichtet wird, ohne bestimmten Grund entsprechend der weit verbreiteten Willkür und das Machtmissbrauchs durch Sicherheitsbeamte inhaftiert und misshandelt.«

Die kürzlich im syrischen Staatsfernsehen ausgesprochenen Drohungen des Top-Generals des Assad-Regimes Issad Zahreddine richteten sich gegen alle syrischen Geflüchteten: »Kehrt nicht zurück! Wir werden euch niemals verzeihen!« (Spiegel Online, »Syrienkrieg Assads Top-General droht Flüchtlingen«, 11.09.2017). Die Drohungen sind ernst zu nehmen. Bereits in der Vergangenheit ist das Assad-Regime gegen aus Deutschland Abgeschobene vorgegangen, sie wurden in Incommunicadohaft genommen – zu Anfang meist ohne jeden Kontakt zur Außenwelt (https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2011/05/Vetrag_mit_Folteren.pdf). Incommunicadohaft bedeutet: Das Risiko, misshandelt oder gefoltert zu werden, nimmt zu. Es gibt keinerlei belastbaren Indizien, dass das Assad-Regime sich heute geändert hätte – im Gegenteil.

PRO ASYL stimmt in der Analyse den Redebeiträgen von Abgeordneten von CDU/CSU zu, die sich am 22. November 2017 im Bundestag scharf gegen die Forderung der AfD, Rückführungen nach Syrien durchzuführen, abgegrenzt haben: »An den Händen von Baschar al-Assad klebt das Blut Hunderttausender von Menschen“, formulierte Stephan Mayer (CSU) gegen die AfD-Position. Und weiter: »Wenn man in Ihrem Antrag liest, dass Sie davon ausgehen, ein Vertragspartner auf syrischer Seite könne glaubhaft versichern, dass die rückgeführten Personen in sichere Gebiete gebracht, mit dem Nötigsten versorgt, nicht gefoltert und nicht verfolgt werden, dann kann man nur sagen: Das ist Sarkasmus pur.« (Seite 188 aus Plenarprotokoll vom 22. November 2017 unter Fundstelle Plenarprotokoll https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw47-de-rueckfuehrung-syrer/531836)

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November 30, 2017

Guten Tag,

Weiterleitung von Informationen des Bundesfachverbandes unbgegleitete minderjährige Flüchtline (www.b-umf.de):

Kindeswohl in der ausländerrechtlichen Praxis – eine Arbeitshilfe

Während im Jugendhilfe- und Familienrecht Verfahren zur Berücksichtigung des Kindeswohls existieren, fehlen diese zumeist in den aufenthaltsrechtlichen Vorschriften. Daher hat der Bundesfachverband umF eine Arbeitshilfe erarbeitet, um Ausländerbehörden dabei zu helfen, ihre Arbeit mit umF zu verbessern und ein grundlegendes Verständnis für die Aufgabenbereiche der Jugendhilfe zu entwickeln.

Zur Arbeitshilfe

ergänzend noch weitere Informationen, die im Rahmen des monatlichen Newsletters des Bundesfachverbandes umF veröffentlicht wurden:

Dokumentation der Herbsttagung 2017

Am 9.-11. Oktober 2017 fand in Berlin die diesjährige Herbsttagung des Bundesfachverband umF statt. Die Präsentationen der unterschiedlichen Vorträge und Workshops sind auf unserer Website veröffentlicht.
Zur Tagungsdokumentation

Koalitionsverhandlungen: Positionspapiere des BumF

Ein wichtiger Prüfstein für anstehende Koalitionsverhandlungen muss die Umsetzung und Wahrung der Kinderrechte sein. Der Bundesfachverband umF hat sich daher mit Positionspapieren zum Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie zum Kinder- und Jugendhilferecht an die Verhandlungsparteien gewandt.
Zum BumF-Positionspapier zum Asyl- und Aufenthaltsrecht
Zum BumF-Positionspapier zum Kinder- und Jugendhilferecht

Familiennachzug: Kinder und Jugendliche brauchen ihre Familien

In einem gemeinsamen Hintergrundpapier des Bundesfachverbands umF und UNICEF werden die aktuellen politischen und strukturellen Hindernisse analysiert, die den Familiennachzug einschränken. Zudem stellt das Papier konkrete politische Forderungen im Interesse des Wohlergehens der Kinder und Jugendlichen auf, um bestehende Hindernisse aus dem Weg zu räumen und das Recht auf Familie zu realisieren.

Zur Stellungnahme
Zum Hintergrundpapier

Zwei-Klassen-Jugendhilfe für junge Flüchtlinge in Bayern geplant

Zeitnah könnte in Bayern das „Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze und des Aufnahmegesetzes“ beschlossen werden. Das Gesetz erschwert die bedarfsgerechte Unterstützung von jungen Volljährigen und eröffnet die Möglichkeit einer standarisierten Niedrigbetreuung von jungen Geflüchteten. Der Bundesfachverband umF fordert das Gesetzesvorhaben zu stoppen.

Zur Pressemitteilung
Zum jugendpolitischen Zwischenruf des Landesjugendhilfeausschusses Bayern

Herzliche Grüße,

Dörthe Hinz

Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.
Röpkestr. 12
30173 Hannover

Tel.: 0511/98 24 60 30
Durchwahl: 0511/98 24 60 37
Fax: 0511/98 24 60 31

Telefonsprechzeiten: Mo-Fr: 10.00 bis 12.30, Di+Do: 14.00 bis 16.00

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November 28, 2017

Gipfeltreffen der EU und der Afrikanischen Union in Abidjan

Presseerklärung proasyl
27. November 2017
„EU bekämpft Flüchtlinge statt Fluchtursachen“
Kritik an AU-EU Gipfeltreffen in Abidjan

Brot für die Welt, medico international und PRO ASYL fordern die Neuausrichtung der europäischen Flüchtlingspolitik im Sinne der Menschenrechte und des Völkerrechts und einen partnerschaftlichen Dialog, der die Weichen für eine faire, zukunftsfähige Migrationspolitik stellt.

»Die sogenannten europäischen Kooperationsangebote sind in Wahrheit schmutzige Deals mit Regimen in denen eklatante Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind«, so Ramona Lenz von medico international. Die gut bezahlten Abkommen wie etwa mit Libyen, Ägypten oder Eritrea markieren Tiefpunkte der europäischen Externalisierungspolitik.

Die Auslagerung von Verantwortung wird immer wieder artikuliert in Vorstößen zur Errichtung von Lagern und der Feststellung von Schutzbedürftigkeit außerhalb Europas – beispielsweise in Niger, dem weltweit zweitärmsten Land (HDI: Platz 187). Dort soll entschieden werden, wer ein Recht auf Schutz in Europa hat. Fluchtgründe sollen mithilfe von UNHCR ermittelt werden, um für Einzelne eine Aufnahme per Resettlement zu erwirken. »Das individuelle Recht auf Asyl wird in Europa durch Abwehrmaßnahmen unterlaufen. Europäisches Territorium und ein Asylverfahren in Europa sollen unerreichbar werden. Flüchtlinge werden der Schutzlosigkeit und eklatanten Rechtsverletzungen in Transitländern wie Libyen ausgeliefert«, mahnt Karl Kopp von PRO ASYL. Flüchtlinge müssen aber die Möglichkeit haben, in Europa Schutz zu suchen.

»Darüber hinaus muss echte Fluchtursachenbekämpfung stattfinden. Dafür müssen die Entwicklungsgelder von EU und Bundesregierung eingesetzt werden, um Menschen vor der Verletzung der Rechte zu schützen, ihnen nachhaltige Perspektiven zu schaffen und Konfliktprävention und friedliche Konfliktlösung zu fördern. Dies geschieht nicht, wenn unter dem Label Fluchtursachenbekämpfung Kooperationen mit autoritären und die Menschenrechte verletzenden Regimen eingegangen werden mit dem einzigen Ziel, Menschen von der Weiterflucht nach Europa abzuhalten und dafür Entwicklungsgelder zweckentfremdet werden. So werden zudem eher neue Fluchtursachen geschaffen«, sagt Sophia Wirsching von Brot für die Welt.

Mit offiziellen Entwicklungsgeldern werden beispielsweise mit dem EU-Treuhandfond für Afrika die Aufrüstung der Grenzkontrollen in Libyen und Ägypten finanziert. Es braucht nachhaltige Investitionen in die Zukunft der Menschen in ihren Herkunftsländern. Und es braucht einen partnerschaftlichen Dialog mit den Regierungen der Herkunfts- und der Zufluchtsländer darüber, wofür und wie die Mittel dafür am effektivsten eingesetzt werden.

Im Zuge der Erreichung der Sustainable Development Goals müssen dabei auch legale Migrationsmöglichkeiten nach Europa vorgesehen werden. Aber vor allem muss auch die europäische Verantwortung in den Blick genommen werden: Rüstungsexporte, die Handels-, Klima- und Agrarpolitik der EU, die Lebensgrundlagen im globalen Süden systematisch zerstören, müssen der Vergangenheit angehören.

Vom 29. bis 30. November findet das fünfte Gipfeltreffen der Europäischen Union (EU) und der Afrikanischen Union (AU) in Abidjan, Elfenbeinküste statt. EU-VertreterInnen drängen darauf, Migration und Flucht auf die Agenda zu setzen, obgleich das offizielle Leitmotiv »Investitionen in die Jugend für eine nachhaltige Zukunft« lautet. Als Erfolgsindikator für die Kooperationen mit Staaten wie Libyen oder Ägypten gelten sinkende Ankunftszahlen von Schutzsuchenden in Europa. Die Menschenrechte bleiben dabei auf der Strecke und Entwicklungsziele werden der Migrationskontrolle untergeordnet.

http://go.proasyl.de/nl/o56x/1ugvv.html?m=ADkAAEIhBtgAASUPGWAAAFnelIYAAAAAEhMAFqrwAAS0dQBaG_OtnKhqfZMDRnGDHKPL2CY66QAEgik&b=62fd931e&e=6076413e&x=UPIaD3_YdLg2QpDBlkcfUg

Diesen Samstag kannst du ein Zeichen gegen die AfD setzen! 🌈

November 28, 2017

Protest gegen den Bundesparteitag der AfD
am 2. Dezember in Hannover

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Liebe Freund*innen, liebe Aktivist*innen,

dieses Wochenende protestieren wir gemeinsam gegen den AfD-Bundesparteitag in Hannover. Dass die AfD nun im Bundestag sitzt, macht sie noch gefährlicher. Es ist deshalb umso wichtiger, dass wir noch mehr werden und noch lauter protestieren. Drei Gründe, warum es wichtig ist, dass du dabei bist und Menschen aus deinem Umfeld mobilisierst:

1. Große Proteste schaden der AfD ganz besonders. Die AfD hat dort die meiste Unterstützung, wo es keine Gegenbewegung gibt und dort die wenigste, wo es große Proteste und breiten öffentlichen Widerspruch gibt (Studie „demokratiefreie Räume“). Der Protest gegen den ersten Bundesparteitag der AfD nach ihrem Einzug in den Bundestag wird große Aufmerksamkeit bekommen und die AfD über Niedersachsen hinaus schwächen.
2. Unser Druck muss noch größer werden. Vor der Bundestagswahl haben wir unzählige Proteste und Aktionen gegen die AfD gemacht. An manchen Orten konnten wir die AfD schwächen, doch bundesweit waren wir noch nicht stark genug. In Hannover kommen nun Aktivist*innen aus dem ganzen Land zusammen. Bei der gemeinsamen Anreise, während der Proteste oder beim AgR-Treffen am Samstag um 18 Uhr im ver.di-Haus lernst du Aktivist*innen kennen, kannst Erfahrungen austauschen. Du kommst danach mit neuen Ideen und neuem Mut nach Hause, um der AfD auch vor Ort die Tour zu vermasseln.
3. Desto mehr Gruppen sich beteiligen, um so stärker wird unser Zeichen. In Hannover haben sich Gewerkschaften, Parteien, linke Gruppen, Kirchen und zivilgesellschaftliche Organisationen über ihre Unterschiede hinweg zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Zeichen in die ganze Republik zu senden: Wir alle stehen zusammen gegen die AfD und gegen Rassismus!

Ablauf der Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Hannover | 2. Dezember 2017
Ab 7 Uhr morgens: Blockaden vom Bündnis “Unsere Alternative heißt Solidarität” rund um das HCC, den Veranstaltungsort der AfD | Aufruf und Informationen zu den Blockaden
11:30 Uhr Auftakt zur Großdemonstration am Theodor-Heuss-Platz | Die Demonstration wird gemeinsam organisiert von den Bündnissen „bunt und solidarisch“ und „Unsere Alternative heißt Solidarität”.
13:30 Uhr Abschlusskundgebung am Opernplatz / Georgsplatz
18-20 Uhr Kennlerntreffen von Aufstehen gegen Rassismus im ver.di-Haus | Für alle, die sich gegen die AfD engagieren möchten.
Du hast noch kein Ticket? Hier findest du Busse und Infos zu gemeinsamen Anreisen mit der Bahn.
Du hast deine Facebook-Freund*innen noch nicht eingeladen? Klick auf dieses Facebook-Event mit allen aktuellen Informationen zu den Protesten. Hier findest du außerdem Bilder und Banner zur Nutzung für Facebook und zum Einbinden auf deiner Webseite.
Du möchtest uns in Hannover unterstützen? Komm zum AgR-Infostand bei der Auftaktkundgebung am Theodor-Heuss-Platz oder am Georgsplatz. Sprich uns an und hilf uns Schilder, Sticker, Flyer und Buttons zu verteilen.

Aufruf zu den Protesten gegen den AfD Bundesparteitag in Hannover am 2. Dezember

Der 24. September 2017 markiert einen Einschnitt: Erstmalig seit Jahrzehnten sind Neonazis in den Bundestag eingezogen.

Die AfD hat sich in den letzten Jahren radikalisiert und sie scheint sich weiter zu radikalisieren. Der Nazi-Flügel gewinnt an Einfluss und kann ungehindert seine Provokationen vertreten.

Die AfD:

Will die Erinnerung an die Verbrechen des Deutschen Faschismus und des Holocaust tilgen.
Hetzt gegen Geflüchtete, Muslim*innen, Jüd*innen und andere Minderheiten in Deutschland
Fordert „Minuszuwanderung“, sprich Massendeportationen von Migrant*innen und Muslimen.
Spricht Muslim*innen das Recht auf freie Religionsausübung ab.
Vertritt ein reaktionäres Gesellschafts- und Familienbild und will Frauenrechte einschränken.
Tritt für eine Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft ein
Ist vielerorts mit der extremen Rechten verzahnt und beteiligt sich an Straßenmobilisierungen der extremen Rechten.
Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover wird die AfD den zukünftigen Kurs abstecken und ihren Vorstand neu wählen. Ein weiterer Rechtsruck ist absehbar.

Wir werden verhindern, dass Rassist*innen für ihre Hetze noch weiteren Raum bekommen. Wir werden nicht zulassen, dass die AfD mit ihrem radikal rechten Programm noch weiter an Einfluss gewinnt. Deshalb nehmen wir den Parteitag der AfD zum Anlass, um gemeinsam mit tausenden Menschen gegen die menschenverachtenden Positionen dieser Partei zu demonstrieren und deutlich zu machen:

Wir stehen an der Seite von Geflüchteten, von Muslim*innen und von allen anderen, die rassistisch diskriminiert und bedroht werden, an der Seite von allen Minderheiten, die nach dem Willen der AfD systematisch benachteiligt und ausgegrenzt werden sollen. Wir treten ein für die Lehren aus den deutschen Verbrechen der Vergangenheit, die sich niemals wiederholen dürfen.

Daher rufen wir dazu auf, am 2. Dezember in Hannover gegen die AfD auf die Straße zu gehen. Unser Protest wird lautstark und vielfältig sein.

Du hättest gern ein hübsches Accessoire mit antirassistischer Botschaft? Hier kannst du Mützen, Schürzen, Pullis, Tassen, T-Shirts, Buttons und vieles mehr bestellen. Ein Teil des Erlöses kommt der Aufstehen gegen Rassismus zu Gute und wird direkt in die Produktion neuen Materials fließen.
Merchandise-Shop

Bundesweit gibt es über 39 AgR-Gruppen, die sich vor Ort gegen Rassismus und gegen die AfD engagieren. Immer mehr bestehende Bündnisse kommen dazu und neue Gruppen werden gegründet. Finde eine Gruppe in Deiner Nähe und sei bei den nächsten Aktionen dabei!
vor Ort aktiv werden

Schulen, Kirchen, Gewerkschaften, Willkommensinitiativen, Umweltverbände und viele mehr fragen Stammtischkämpfer*innen-Semiare an, um sich gegen rechte Hetze fitzumachen. Als Teamer*in kannst du Menschen in die Lage versetzen Rassismus im Alltag widersprechen.
Teamer*in werden

Inzwischen konnten wir dank der vielen Spenden 1.113.000 Flyer, 78.500 Plakate und 452.000 Aufkleber drucken und verteilen. Damit unsere Aktivist*innen auch in den nächsten Monaten immer etwas gegen die AfD in der Hand haben, hilf uns mit einer Spende – als Überweisung oder mit Paypal.
jetzt Spenden
Das bundesweite Bündnis Aufstehen gegen Rassismus wird getragen von einer Vielzahl an Organisationen und Personen. Hier der Aufruf und die Erstunterzeichner/innen.
Neben vielen lokalen Akteuren und Einzelpersonen aus verschiedenen Organisationen, Gewerkschaften und Verbänden, sind Attac, Jusos, Naturfreunde, LINKE, VVN-BdA, Interventionistische Linke, DGB-Jugend und der Zentralrat der Muslime am Bündnis beteiligt.

http://mailchi.mp/aufstehen-gegen-rassismus/einladung-vorbereitungstreffen-fr-die-anti-afd-aktionskonferenz-in-koblenz-461177?e=81c46e1041

SOS Méditerranée | Dramatic week in the Mediterranean: More than 800 people rescued by SOS MEDITERRANEE, whilst crew witnesses interceptions at sea by the Libyan Coast Guard

November 27, 2017

http://sosmediterranee.org/dramatic-week-in-the-mediterranean-more-than-800-people-rescued-by-sos-mediterranee-whilst-crew-witnesses-interceptions-at-sea-by-the-libyan-coast-guard/?lang=en

Christmas for homeless in Berlin: take part …

November 26, 2017

https://www.facebook.com/events/230558800722059??ti=ia