Per Mail via Coyote-1-Liste: „Ich schaff das nicht allein.“

»Ich schaff’ das nicht allein.« // Nach Abschiebung obdachlos in Serbien.
Spendenaufruf mit Film
 
 Nach einer unangekündigten nächtlichen Abschiebung aus dem niedersächsischen Oldenburg landet Diana A., 20 Jahre alt, mit einem zehn Monate alten Baby auf der Straße in Serbien. Weil die deutschen Behörden sich weigern, ihrem in Deutschland geborenen Kind eine ordentliche internationale Geburtsurkunde auszustellen, kann die Mutter ihr Kind weder anmelden noch versichern und auch keine Unterstützung bekommen. Zudem drohen die serbischen Behörden ihr bei Obdachlosigkeit das Kind wegzunehmen.
 
Auf den dringenden Hinweis ihres behandelnden Psychologen aus Oldenburg, der uns zufällig während einer Recherchereise in Serbien erreichte, besuchten wir Diana A. mit ihrer mittlerweile einjährigen Tochter und versuchen seit dem sie zu unterstützen, zunächst um die aus der Abschiebung entstandene Rechtlosigkeit zu ändern.
 
Was wir tun, sollten eigentlich die italienischen, deutschen und serbischen Behörden tun – denn es ist ihr Versagen. Vielleicht noch das der Eltern von Diana, aber weder Dianas noch unseres. Wir haben uns bis jetzt erfolglos an verschiedene Stellen gewandt.
 
Diana A. ist in Italien geboren und aufgewachsen. In Serbien war sie nie zuvor.
Als Jugendliche floh sie mit ihrer Mutter vor familiärer Gewalt nach Deutschland. Aus Italien, wo sie faktisch Inländerin war (und damit auch EU-Bürgerin wäre) – Weil jedoch ihre Mutter zwanzig Jahre zuvor aus dem Kosovo floh und nie eine italienische Staatsbürgerschaft bekam, hatte auch Diana keine. So stellten sie, auf der Suche nach Schutz, in Deutschland Asylanträge. Dianas Schutzersuchen lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ab.
 
Niedersächsische Abschiebebehörde: Ohne Rücksicht auf Verluste.
 
Dann ersuchte die zuständige deutsche Behörde den Staat Serbien um »Rückübernahme«. Und ordnete die Abschiebung der jungen Mutter dorthin an. Eine Kombination von Behördenentscheidungen ohne Verantwortungsübernahme, ohne Rücksicht auf die Schutzbedürftigkeit einer jungen alleinstehenden Romni, oder auf Kindeswohl ist im Ergebnis mehr als nur ein Desintegrationsprogramm. Die Folgen tragen die junge Frau und ihr Kind – während sich Beamte hinter Rechtmäßigkeiten verstecken. Denn die Risiken sind hoch und vielfältig. Ohne Sicherheit und Absicherung sind Abhängigkeiten vorprogrammiert. Um nicht wieder auf der Straße zu landen, um nicht das Kind zu verlieren. Das Kind ist aufgrund der Papierlosigkeit weder krankenversichert noch ausreichend versorgt. Angehörig zur Minderheit der Roma lebt Diana in einer der Hochburgen der serbischen Neonaziszene in feindlicher Umgebung gefährlich.
 
Diana wandte sich mehrfach an alle für sie verfügbaren Stellen und auch wir haben während eines Besuches versucht, über unsere Netzwerke Unterstützung zu organisieren, konnten aber bis jetzt nichts erreichen. Verschiedene NGOs und Beratungsstellen konnten bis jetzt ebenso wenig weiterhelfen, wie die Behörden es wollten. Wir bleiben dran, freuen uns aber über jede Unterstützung.
 
Darum möchten wir um finanzielle Unterstützung bitten. Diese könnte mindestens ein wenig Unabhängigkeit und eine kleine Ruhepause verschaffen.

Spenden bitte mit Verwendungszweck Diana
an Roma Center e.V. 
Iban: DE11 2605 0001 0056 0575 40
BIC:    NOLADE21GOE
 
Schaut euch unseren Film mit Diana an: https://vimeo.com/371437126/6414990d44
 
Danke!
Roma Center e.V.
Roma Antidiscrimination Network
Am Leinekanal 4
37073 Göttingen
T: 0551-388 7633
http://www.ran.eu.com
http://www.roma-center.de

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