Per mail via [refugeeresistanceberlin] Refugeeprotest in Munich

Munich, 12th of September 2016

6th Day at Sendlinger Tor

We are Non-Citizens. That means, we are people without rights who live within this society as an outsider. With our protest we want to overcome this status.
Despite all the dangers of the flight we were forced to leave our countries of origin. Because there dominate inhumane conditions such as war, repression, discrimination and poverty. On the try of flight many of us died because the European countries have drawn walls on their borders. In this way many children disappeared.
We managed to come to an unbearable journey in Germany. Our only wish was to be treated as human beeings. But our democratic rights were taken away by tightening of asylum law. Because of racist attacks and incarceration in the big camps (Erstaufnahmelager), we are in isolation to the rest of society. Many of us are threatened with deportation.
Our voice remains unheard, although if all newspapers speak every day in their headlines of the so-called refugee crisis.
Therefore, we organized us and left the camps. We would like to communicate with society. We invite the people from Munich and especially the press, political parties and trade unions, to converse with us to jointly put an end to this inhumane status.
We demand:
– Instant stop of all deportations
– political acceptance of all asylum applications

from: https://refugeestruggle.org/en

6ter Tag am Sendlinger Tor

Wir sind Non-Citizens. Das heißt, wir sind entrechtete Menschen, die innerhalb dieser Gesellschaft als Außenseiter*innen leben. Mit unserem Protest wollen wir diesen Status überwinden.

Trotz aller Gefahren der Flucht waren wir gezwungen, unsere Heimatländer zu verlassen. Denn dort herrschen menschenunwürdige Bedingungen, wie Krieg, Repression, Diskriminierung und Armut. Viele von uns sind bei diesem Versuch ums Leben gekommen, weil die europäischen Staaten an ihren Grenzen Mauern gezogen haben. Auf diesem Weg sind viele Kinder verschwunden.

Wir haben es geschafft, nach einer unerträglichen Reise in Deutschland anzukommen. Unser einziger Wunsch war, als Menschen behandelt zu werden. Doch uns wurden die demokratischen Rechte nach etlichen Asylrechtsverschärfungen entzogen und wir stehen aufgrund der rassistischen Hetze und der Einsperrung in den Erstaufnahmelagern in Isolation zum Rest der Gesellschaft. Vielen von uns droht die Abschiebung.

Unsere Stimme bleibt ungehört, obwohl alle Zeitungen tagtäglich in ihren Schlagzeilen von der sogenannten Flüchtlingskrise sprechen.

Deshalb haben wir uns selbstorganisiert und die Lager verlassen. Wir möchten mit der Gesellschaft in Dialog treten. Wir laden Münchener*innen und insbesondere die Presse, die Parteien und die Gewerkschaften ein, mit uns zu sprechen, um diesem menschenunwürdigen Zustand gemeinsam ein Ende zu setzen.

Wir fordern:

– Sofortiger Stopp aller Abschiebungen
– Politische Anerkennung aller Asylanträge

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