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traduction française est ci-dessous

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Einladung zu einem Strategietreffen gegen die EU Migrationspolitik

Mittwoch 15.06.2015, 19°°Uhr, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Seminarraum 1

Liebe Alle,

wir laden euch zu einem Strategietreffen ein, um zusammen eine Kampagne bzw. Aktionen gegen die EU Migrationspolitik zu planen.

Nach kurzen Info-Inputs wollen wir mit euch gemeinsam überlegen, was wir dieser mörderischen EU-Grenzpolitik entgegen setzten können und zusammen Aktionen dagegen planen. Einige Aktionsideen gibt es schon- aber wir hoffen, dass ihr auch Ideen und Vorschläge habt. Wenn ihr (geflüstert) übersetzen könnt, sagt uns bitte Bescheid.

Worum geht es?
Seit dem 4. April werden alle Schutzsuchenden, die aus der Türkei nach Griechenland kommen, wieder in die Türkei zurückgeschoben. Die EU behauptet, dass sie dort Schutz finden könnten.
Das ist eine Lüge: Viele Flüchtlinge haben dort keinen Zugang zum Asylverfahren, werden inhaftiert und in den Iran, den Irak und nach Afghanistan abgeschoben. (http://www.proasyl.de/news/bericht-zum-eu-tuerkei-deal-bietet-die-tuerkei-wirklich-einen-effektiven-zugang-zum-asyl/). Die Türkei bekommt dafür von der EU 6 Milliarden, Zugeständnisse bei Visaerleichterungen und den EU-Beitrittsverhandlungen (https://www.spiegel.de/politik/ausland/europaeische-union-und-tuerkei-einigen-sich-auf-fluechtlingsabkommen-a-1083113.htmll und das Schweigen der EU zu Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und zum Krieg der Türkei gegen dicht besiedelte kurdische Wohngebiete (http://www.amnesty.de/journal/2016/april/der-krieg-nebenan).

Jetzt plant die EU eine Kooperation mit Libyen zur Abwehr von Migrant_innen: Für die Inhaftierung von Flüchtlingen (www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-europaeische-union-peilt-schmutzigen-deal-mit-libyen-an-a-1089670.html) und die Kontrolle der Küste will sie der neuen von der UNO eingesetzten „Einheitsregierung Libyens“ 100 Millionen Euro http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-04/eu-abkommen-fluechtlinge-libyen-nordafrika geben.
Gleichzeitig soll das UN-Waffenembargo gegen Libyen gelockert werden (http://www.tagesschau.de/ausland/libyen-273.html).

Auch mit anderen Folterstaaten arbeitet die EU zusammen, um Migration zu verhindern und Flüchtlinge in Herkunftsstaaten oder Transitländern mit Gewalt festzuhalten: Im Rahmen eines EU finanzierten „Grenzschutzprojekts“ soll die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unter anderem dem Sudan Geld und Grenzschutz-Equipment wie Autos, Kameras, Server und Scanner zur Verfügung stellen – Ausrüstung für eine Erfassung aller „Einwohner im Sudan, ob Sudanesen oder Migranten, mit allen biometrischen Daten (…) inklusive Fingerabdrücke und Fotos“ (www.swr.de/report/fluechtlingsdeal-mit-despoten-deutsche-entwicklungshilfeorganisation-giz-koordiniert-umstrittenes-grenzschutzprojekt/text-des-beitrags-fluechtlingsdeal-mit-despoten-die-eu-will-afrikanische-regime-mit-sicherheitstechnik-ausruesten).

Dazu sagen FlüchtlingsaktivistInnen in Deutschland: „Diese Kooperation unterstützt die von einem Verbrecher angeführte sudanesische Regierung dabei, Unterdrückung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit fortzuführen.“ (http://ageeb1999.wordpress.com/2015/02/11/besetzung-der-sudanesischen-botschaft-am-11-02-2015) Solche „Grenzschutzprojekte“ sollen die EU-Außengrenzen bis weit in den afrikanischen Kontinent hinein verschieben. Sie sind Teil des sogenannten Khartoum Prozesses (http://www.proasyl.de/news/khartoum-erklaerung-wie-europa-fluechtlinge-aus-afrika-abwehren-moechte), den die EU 2014 mit afrikanischen Staaten zum sogenannten „Migrationsmanagement“, das heißt zur Abwehr von Flüchtlingen, verabredet hat. Mit dabei: Verfolgerstaaten wie Eritrea (http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/monitor/videosextern/grenzen-dicht-europas-pakt-mit-despoten-100.html), Äthiopien und Somalia (https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/afrika-100.html).
Auch in Afghanistan (https://www.proasyl.de/news/geheimer-eu-plan-80-000-afghanen-sollen-abgeschoben-werden/) und dem Iran (https://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/afghanistan-und-pakistan-stephan-weil-fuer-verhandlungen-mit-iran-ueber-fluechtlinge-14130485.htm).

Überall plant Deutschland und die EU verhandelt und schließt Verträge zur Migrationskontrolle oder zur Rückübernahme von Flüchtlingen. Als allgemeine Strategie benennt die EU-Kommission dabei: „eine gut austarierte Mischung von Druck und Anreizen um die Zusammenarbeit bei der Rückübernahme zu verbessern.“ (http://ec.europa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/european-agenda-migration/proposal-implementation-package/docs/communication_from_the_ec_to_ep_and_council_-_eu_action_plan_on_return_de.pdf)
So wurde auch die Einstufung der nordafrikanischen Länder Tunesien, Marokko und Algerien als angeblich sichere Herkunftsländer begleitet von neuen Rückübernahmeabkommen mit ihnen – erkauft mit Zusagen für Entwicklungshilfe (http://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/mueller-nordafrika-maghreb-investitionen-fluechtlinge-100.html).

Menschenrechtsverletzungen in all diesen Ländern sind dabei kein Thema. Denn ein „wirksames Rückkehrsystem setzt voraus, dass in den Beziehungen zu Drittstaaten der Rückübernahme irregulärer Migranten Priorität eingeräumt wird.“ (EU-Aktionsplan für die Rückkehr, Brüssel 9.9.2015, Hervorhebungen im Original)

Diese Migrationspolitik der EU tötet – auch weit weg von den Grenzen Europas. Gegen diese Politik wollen wir gemeinsam kämpfen! Wir hoffen, ihr seid dabei!

Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg und andere

Übrigens:
Mehr Information zum Thema gibt es auch auf dieser Veranstaltung:
Ausdehnung der Kontrollzone: Zur aktuellen Entwicklung des EU-Grenzregimes zwischen Afrika und Europa, 08.06.2016, 19:30 – 21:30, Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin h(ttp://www.africavenir.org/de/veranstaltung-details/cal/event/detail/2016/06/08/dialogforum_ausdehnung_der_kontrollzone_zur_aktuellen_entwicklung_des_eu_grenzregimes_zwischen_afr/view-list|page_id-76.html)

Invitation à une rencontre stratégique contre les politiques migratoires de l’UE

Mercredi 15/06/2016, 19h00, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Seminarraum 1

Cher.e.s tou.te.s,

nous souhaitons vous inviter à une rencontre stratégique pour discuter avec vous d’une campagne ou d’actions contre les politiques migratoires européennes. Après quelques points d’informations, nous voudrions réfléchir avec vous à ce qu’on peut opposer à ces politiques meurtrières, et planifier ensemble des actions. Nous avons déjà quelques pistes pour celles-ci – mais nous espérons que vous amènerez aussi vos idées et propositions.

Nous nous occupons d’organiser une modération et des traductions. Si vous pouvez assurer une traduction simultanée (en chuchotant), faites-nous signe!

De quoi s’agit-il?

Depuis le 4 avril, tou.te.s les personnes qui sont en fuite, qui passent de la Turquie vers la Grêce sont de nouveau déportés an Turquie. L’UE prétend qu’ils et elles peuvent y trouver protection. C’est un mensonge.
(http://www.proasyl.de/news/bericht-zum-eu-tuerkei-deal-bietet-die-tuerkei-wirklich-einen-effektiven-zugang-zum-asyl/)

La Turquie reçoit pour ces services 6 milliards d’euros de l’UE, ainsi que des compromis pour une suppression des visas pour ses ressortissant.e.s(https://www.spiegel.de/politik/ausland/europaeische-union-und-tuerkei-einigen-sich-auf-fluechtlingsabkommen-a-1083113.htmll et l’entrée de la Turquie dans l’union, et surtout le silence de l’union quant aux violations des droits humains et à la guerre menée par la Turquie contre les zones de peuplement kurdes. (http://www.amnesty.de/journal/2016/april/der-krieg-nebenan).

Maintenant, l’UE prévoie une coopération avec la Lybie, également dans le but de refouler les migrant.e.s: pour l’enfermement des réfugié.e.s. (www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-europaeische-union-peilt-schmutzigen-deal-mit-libyen-an-a-1089670.html) et le contrôle des côtes, elle veut donner au nouveau „gouvernement d’unité“ amené par l’ONU jusqu’à 100 Millions d’euros. http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-04/eu-abkommen-fluechtlinge-libyen-nordafrika Simultanément, l’embargo sur les armes à destinations de la Lybie serait assoupli. (http://www.tagesschau.de/ausland/libyen-273.html).

L’UE travaille avec bien d’autres Etats-bourreaux pour bloquer les routes migratoires et retenir les réfugié.e.s dans leur pays d’origine ou dans les pays de transit, avec la violence que ça suppose: dans le cadre d’un ‚plan de protection des frontières‘ financé par l’union européenne, la société allemande de coopération internationale (GIZ) doit donner, entre autres au Soudan, de l’argent, de l’équipement de contrôle des frontières – voitures, caméras, serveurs et scanners – et de l’équipement pour un recensement de ‚tou.te.s les habitant.e.s du Soudan, que ces personnes soient Soudanaises ou migrantes, avec toutes les données biométrique (…} y compris les empreintes digitales et les photos“. (www.swr.de/report/fluechtlingsdeal-mit-despoten-deutsche-entwicklungshilfeorganisation-giz-koordiniert-umstrittenes-grenzschutzprojekt/text-des-beitrags-fluechtlingsdeal-mit-despoten-die-eu-will-afrikanische-regime-mit-sicherheitstechnik-ausruesten). Les réfugié.e.s activistes en Allemagne commentent: „cette coopération apporte du soutien à un gouvernement dirigé par un criminel et lui permet de poursuivre et d’accentuer l’oppression et ses atteintes à l’humanité“. (http://ageeb1999.wordpress.com/2015/02/11/besetzung-der-sudanesischen-botschaft-am-11-02-2015)

Avec ce type de ‚projets de protection des frontières‘, les frontières extèrieures de l’UE reculent plus loin au coeur du continent africain. Ces projets font partis du fameux processus de Karthoum(http://www.proasyl.de/news/khartoum-erklaerung-wie-europa-fluechtlinge-aus-afrika-abwehren-moechte) l’UE a signé avec des Etats africains 2014 un soit-disant ‚management des migrations‘, c’est-à-dire refoulement des réfugié.e.s. Parmi ces Etats: des états oppresseurs comme l’Erythrée, l’Ethiopie et la Somalie (http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/monitor/videosextern/grenzen-dicht-europas-pakt-mit-despoten-100.html).

Jusqu’en Afghanistan et en Iran(https://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/afghanistan-und-pakistan-stephan-weil-fuer-verhandlungen-mit-iran-ueber-fluechtlinge-14130485.htm). . Partout, l’Allemagne et l’UE négocient et signent des contrats portant sur les contrôles migratoires et la reprise de réfugié.e.s. La commission européenne décrit sa stratégie comme suit: „un mélange bien dosé de pression et d’incitations (…) pour améliorer la coopération lors des retours“.(http://ec.europa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/european-agenda-migration/proposal-implementation-package/docs/communication_from_the_ec_to_ep_and_council_-_eu_action_plan_on_return_de.pdf)

C’est ainsi que la catégorisation des pays nord-africains, Tunisie, Maroc, Algérie, comme soit-disant „pays d’origine sûrs“ s’est accompagnée de la signature d’accords de retours achetés avec des promesses d’aide au développement. (http://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/mueller-nordafrika-maghreb-investitionen-fluechtlinge-100.html).

Les violations de droits humains dans ces pays ne sont pas thématisées lors des négociations. Parce qu‘ „un système de retour efficace demande que les retours de migrant.e.s irrégulièr.e.s soient constitués comme priorité dans les relations avec les pays tiers“ (Plan d’action de l’UE pour le retour, Bruxelles 9.9.2015, surlignage dans l’original)

Ces politiques migratoires de l’UE tuent – même loin des frontières de l’Europe. Nous voulons nous battre contre elles ensemble. Nous espérons que vous répondrez présent.e.s!

Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg et d’autres

Par ailleurs, plus d’informations sur ces thématiques lors de cet évènement:
Dialogforum: Ausdehnung der Kontrollzone: Zur aktuellen Entwicklung des EU-Grenzregimes zwischen Afrika und Europa
08.06.2016, 19:30 – 21:30
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
http://www.africavenir.org/de/veranstaltung-details/cal/event/detail/2016/06/08/dialogforum_ausdehnung_der_kontrollzone_zur_aktuellen_entwicklung_des_eu_grenzregimes_zwischen_afr/view-list|page_id-76.html

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