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Von der Ungleichheit zur Menschenfeindlichkeit

von Anna Klein

Vom Amoklauf in Erfurt im April 2002 bis zur Entdeckung der rechtsextremen Mordserie spannt sich das letzte Jahrzehnt. Just über diesen Zeitraum, von 2002 bis 2011, wurde in einem Bielefelder Langzeitprojekt die Entwicklung von „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ in Deutschland beobachtet.[1] Die Annahme, dass Vorurteile gegenüber verschiedenen schwachen Gruppen nicht unabhängig von einander zu sehen sind,[2] sondern einen gemeinsamen Kern aufweisen, der als „Ideologie der Ungleichwertigkeit“[3] bezeichnet werden kann, wurde erstmals empirisch getestet und nachgewiesen.[4] Welche Gruppen in der Gesellschaft als ungleichwertig betrachtet werden, ist demnach variabel und unterliegt vielfachem gesellschaftlichen Wandel. Wie aber haben sich die Einstellungen gegenüber schwachen Gruppen während der letzten zehn Jahre tatsächlich verändert – und welche Legitimationen werden für die grassierende Abwertung herangezogen?

Die Beobachtung Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit machte zunächst deutlich, dass wir es mit einem stabilen Bestand an Ungleichwertigkeit in der Gesellschaft…

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