Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:
Von: transnationales Aktionsbündnis
Datum: 7. Juli 2012 21:14:07 MESZ
An: camps on fire workinggroup, Coyote I
Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,liebe Freundinnen und Freundeseit Wochen protestieren vor allem iranische Flüchtlinge für einBleiberecht, gegen die schlechten Bedingungen in Flüchtlingsunterkünftenund die lange Bearbeitungsdauer von Asylverfahren in einem Protestcampin Würzburg. Ab Dienstag wollen die betroffenen Flüchtlinge ihreProtestaktionen auf andere Bundesländer ausweiten, so soll es auch inder Landeshauptstadt Düsseldorf ein Protestzelt von Flüchtlingen geben.Pressespiegel von den Protesten in Würzburg unter:http://gustreik.blogsport.eu/pressespiegel/Bei einem Kooperationsgespräch am Freitagmorgen mit der Polizei gab eskeine nennenswerten Auflagen. Stunden später widerrief die Polizeiallerdings ihre gemachten Aussagen und untersagt den Flüchtlingen imRahmen einer Dauermahnwache von vier Wochen ein Zelt aufzubauen und dortzu nächtigen.Im Schreiben der Polizei liest sich das so:“Im Rahmen der Kooperation hatten wir bereits darauf hingewiesen, dassIhre Mahnwache keinen Camp-Charakter erhalten darf. Aus diesem Grundekönnen wir Ihnen nicht bestätigen, ein Zelt aufzustellen, in welchem ?auch lediglich zum Ausruhen ? durch die Versammlungsteilnehmergenächtigt werden kann. Es bleibt Ihnen unbenommen, ein kleines Zelt(z.B. 2,5 X 2,5m; 2 X 4m) aufzustellen, um symbolisch auf den CharakterIhrer Versammlungsthematik (z.B. auch durch Anbringen vonTransparenten) hinzuweisen.Weiterhin dürfen deshalb von Ihnen auch keine Schlafstätten (also keineFeldbetten, Matrazen etc.) ? allerhöchsten Stühle ? zum Ausruhenverwandt werden.Wie besprochen müssen Sie der Mahnwache den Charakter der Öffentlichkeitgeben, in dem Sie z.B. durch den auch von Ihnen beabsichtigten Pavillonohne Außenwände aufstellen, in dem Sie dann auch die Infotische, denrunden Tisch und ggf. Stühle unterbringen können.”Das Schlafen im Zelt ist zentraler Ausdruck des Protest der betroffenenFlüchtlinge gegen die miesen und als ausweglos empfundenen Bedingungenin den Heimen. Den Flüchtlingen stehen außerdem die finanziellen Mitteltäglich an- und abzureisen nicht zur Verfügung.Mit großen Unverständnis haben die Unterstützer des Protestcampsreagiert und werden Rechtsmittel gegen die Auflagen einlegen!Wir fordern die Polizei Düsseldorf auf, ihre angekündigten Auflagenzurück zu nehmen.Bitte protestieren Sie/ihr beim Polizeipräsidenten der Stadt Düsseldorf.Am Dienstag werden die Flüchtlinge aus Würzburg und aus anderenFlüchtlingsheimen in NRW trotz allem nach Düsseldorf kommen und dort einZelt aufbauen!Bei Rückfragen stehen wir Ihnen/Euch gerne zur Verfügung:STAY! Düsseldorfer FlüchtlingsinitiativeOliver Ongaro0171 53 58 494Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen/ Büro Wuppertal0157 86 54 63 36für den Unterstützerkreis